Vorträge

„Extreme Rechte in Thüringen“

Der Vortrag hat das Ziel, den Teilnehmenden einen allgemeinen Überblick im Themenfeld zu geben.

Die extreme Rechte in Thüringen umfasst eine ganze Reihe von Parteien, Organisationen und Gruppierungen, deren Struktur(en), Relevanz sowie Ideologie und strategische Ausrichtung wir darstellen. Neben den etablierten neonazistischen Gruppierungen werden auch verschiedene neurechte Bewegungen und Akteur*innen in den Blick genommen. Darüber hinaus treffen wir Aussagen zu extrem rechter Infrastruktur (z.B. Internetversandhandel als zentraler Bestandteil oder Immobilien als Kristallisationspunkte der Szene). Wir stellen die Bedeutung rechter Musik (RechtsRock) für die Szene heraus und beleuchten die Thüringer Konzert- und Bandszene. Dabei gehen wir auch auf musikalische Großereignisse als strategisch aufgebautes Phänomen rechter Erlebniswelt ein.

Zeit: nach Absprache


„Zeichensprache der extremen Rechten – Symbolik, Codes und Outfits“

Der Vortrag vermittelt einen Überblick über die neuen Symbole und Erscheinungsformen der extremen Rechten und klärt über die Hintergründe auf. Die Teilnehmenden lernen die innere Logik extrem rechter Symbolik, Bildsprache und Botschaften kennen und zu verstehen.

Vermittelt werden Symbole, Logos, codierte Botschaften, Bildsprache und  Bandbreite extrem rechter Darstellungen sowie deren (Um)Deutung bzw. Bedeutung in diesen Kontexten. Die Versatzstücke aus heidnischen, germanischen, deutsch-nationalen und nationalsozialistischen Bezugsrahmen sowie die diversen Einflüsse durch Subkulturen und Moden werden sowohl unter historischen als auch unter aktuellen Gesichtspunkten dargestellt.

Zeit: nach Absprache


Im Kampf für die „völkische Wiedergeburt“ – Extrem rechte Kampfsportstrukturen in Thüringen

Kampfsport gewinnt innerhalb der neonazistischen Szene an Bedeutung. Im extrem rechten Verständnis von „Kampf“ verbinden sich Männlichkeitsideale und die rassistische Idee der Verteidigung des eigenen „Volkes“ mit Fantasien von einem Systemumsturz am „Tag X“. Auch Thüringer Neonazis sind immer wieder in die Vernetzungstreffen und extrem rechte Kampfsportturniere involviert. Der Vortrag gibt Einblicke in die ideologischen Grundlagen und die Thüringer Akteure der extrem rechten Kampfsportszene.

Zeit: nach Absprache


Die „Neue Rechte“ –
Im „Kulturkampf“ gegen die Demokratie

Die „Neue Rechte“ existiert in Deutschland bereits seit Jahrzehnten. Mit den gestiegenen Flüchtlingszahlen und der AfD hat die extrem rechte Strömung nun einen enormen Zuwachs an Einflussmöglichkeiten zu verzeichnen. Ihre Strategie zielt auf eine „kulturelle Hegemonie“ als Vor-Bedingung für einen politischen Umsturz. Der Vortrag soll in die Organisationsstrukturen einführen und die zentralen ideologischen und strategischen Ausprägungen der „Neuen Rechten“ aufzeigen, um auch adäquate Gegenstrategien zu ermöglichen.

Zeit: nach Absprache


„RechtsRock“ – Identitätsangebot und Schlagwortgeber für junge Menschen

Ziel des Vortrages ist die umfassende Darstellung rechter Musik als wichtiges Rekrutierungsinstrument der extremen Rechten. Im vorpolitischen, kulturellen Raum überwindet RechtsRock oft Berührungsängste von jungen Menschen mit der extrem rechten Szene.

Vermittelt wird neben dem historischen Werdegang von Musik in der neonazistischen Szene insbesondere die Bandbreite von Stilen und Inhalten. Anhand von eingespielten Hörbeispielen werden die extrem rechts adaptierten Musikstile vorgestellt. Hierbei werden auch Aussagen zu (regionalen/ lokalen) Mischszenen, der sogenannten „Grauzone“, getroffen. Textarbeit an den gehörten Beispielsongs verdeutlicht für die Teilnehmenden das menschenverachtende, rassistische, nationalistische und antisemitische Potential neonazistischer Musik. Zur Einordnung in das Gesamtthemenfeld der extremen Rechten werden strukturelle Gegebenheiten und personelle Ressourcen der neonazistischen (Musik-)Szene benannt und Überschneidungen mit anderen Szenebereichen kenntlich gemacht.

Zeit: nach Absprache


„Reichsbürger“ und „Selbstverwalter“

Ziel dieses Vortrages ist es, den Teilnehmenden einen Überblick über die sogenannte „Reichsbürger“-Bewegung zu geben und Möglichkeiten im Umgang zu diskutieren.

Besonders Mitarbeiter*innen verschiedener Behörden und Verwaltungsbereiche sind immer wieder mit „Reichsbürgern“ konfrontiert, die die Existenz der Bundesrepublik leugnen und in der Folge Zeugnisse, Bescheide und Urkunden nicht anerkennen und sich teils nicht an geltendes Recht halten.

Neben einer Einführung in die Ideologie der „Reichsbürger“ sollen aktuelle Entwicklungen und Aktivitäten der Szene in Thüringen betrachtet und deren Schnittstellen zur extrem rechten Szene dargestellt werden.

Zeit: nach Absprache