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	<title>Jahresrückblick Archive &#8226; MOBIT</title>
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		<title>Jahresrückblick 2021</title>
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		<dc:creator><![CDATA[mobit1]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Dec 2021 11:22:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rechtspopulismus]]></category>
		<category><![CDATA[Mobile Beratung in Thüringen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Auch das Jahr 2021 war für die extreme Rechte in Thüringen durch die Corona-Pandemie bestimmt. Die Zahl der RechtsRock-Konzerte, die insbesondere in Thüringen&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://mobit.org/jahresrueckblick-2021/">Jahresrückblick 2021</a> erschien zuerst auf <a href="https://mobit.org">MOBIT</a>.</p>
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<p>Auch das Jahr 2021 war für die extreme Rechte in Thüringen durch die Corona-Pandemie bestimmt. Die Zahl der RechtsRock-Konzerte, die insbesondere in Thüringen in den vergangenen Jahren das zentrale Aktionsfeld der extremen Rechten bildeten, blieb daher weit unter dem Niveau der Vorjahre. Versuche digitale Formate als Ersatz für die entfallenen Veranstaltungen zu entwickeln, blieben weitgehend erfolglos. Wenngleich auch weiterhin Bestrebungen der Neonazi-Szene zu beobachten sind, mit Video- und Podcast-Formaten den digitalen Raum stärker zu besetzen.</p>



<p>Dennoch stieg die Zahl extrem rechter Aktionen in Thüringen insgesamt deutlich an. Dies lag neben den Protesten der sich weiter radikalisierenden Pandemie-Leugner:innen an den zahlreichen Wahlkampfauftritten der extrem rechten Thüringer AfD im Kontext der Bundestagswahl. Insbesondere aus dem Klientel der Pandemie-Leugner:innen-Szene kam es zudem zu einer Vielzahl von Bedrohungen und Angriffen.</p>



<p>Hinzu kommt, dass sich mit der 2020 entstandenen Gruppierung „Neue Stärke“ erneut eine Struktur der Neonazi-Szene formierte, die sich stark aktionistisch orientiert und im Moment zu den aktivsten neonazistischen Strukturen im Freistaat zu zählen ist. Im November verkündete die „Neue Stärke“ die Gründung einer eigenen Partei.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Radikalisierung der Pandemie-Leugner:innen-Szene</h2>



<p>Seit dem Frühjahr 2020 hat sich in Thüringen eine mobilisierungsfähige rechte Mischszene gegen die Corona-Schutzmaßnahmen entwickelt, die seither regelmäßig und thüringenweit durch Proteste in Erscheinung tritt. Schon im vergangenen Jahr zeichnete sich eine deutliche&nbsp; Radikalisierung der Proteste ab, die sich auch in 2021 fortsetzte.</p>



<p>Immer wieder kam es zu antisemitischen und NS-relativierenden Äußerungen durch Pandemie-Leugner:innen. So besuchte beispielsweise der Neonazi Sven Liebich die Gedenkstätte Buchenwald und verbreitete online Bilder, auf denen er sich mit den Verfolgten des Nationalsozialismus gleichsetzte. Bei zahlreichen Protesten und in den Social Media-Kanälen der Szene wurden vielfach sogenannte Judensterne mit der Aufschrift „ungeimpft“ gezeigt und die Corona-Schutzmaßnahmen mit den nationalsozialistischen Verbrechen gleichgesetzt. Die zahlreichen Beispiele belegen, dass der Antisemitismus, der den Verschwörungserzählungen der Pandemie-Leugner:innen immanent ist, inzwischen immer offener zur Schau gestellt wird. Verschwörungsideologische Symboliken sind inzwischen fester Bestandteil der landeweiten Protestaktionen geworden. Die Verschärfung der Corona-Schutzmaßnahmen im Herbst 2021 und die Ausweitung der 2G-Regelungen führten zu einer erneuten Zunahme antisemitischer und geschichtsrevisionistischer Vergleiche. Die <a href="https://www.buchenwald.de/47/date/2021/11/26/unertraegliche-relativierung-der-ns-verbrechen/" target="_blank">Gedenkstätte Buchenwald berichtete</a> etwa von Hetzartikeln, beleidigenden Anrufen und Hassmails an Mitarbeitende der Gedenkstätte: „Am widerlichsten ist aber, dass die Corona-Schutzmaßnahmen mit den NS-Verbrechen gleichgesetzt sowie Ungeimpfte als „neue Juden“ und Gedenkstättenmitarbeiter:innen als Nazis, Faschisten und neue Dr. Mengeles beschimpft werden.“ U.a. die extrem rechte Initiative „Erfurt zeigt Gesicht“ verbreitete darüber hinaus Boykottaufrufe gegen Gastronomen und Unternehmen, die die Corona-Schutzmaßnahmen umsetzten. Neben den verwendeten Narrativen zeigt sich hieran auch die zunehmende Aggressivität der Pandemie-Leugner:innen.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Im Verlauf des Jahres kam es immer wieder zu Vorfällen, bei denen Menschen angefeindet und bedroht wurden. Insbesondere für Personen in der (Kommunal-) Politik hat sich die Bedrohungslage deutlich erhöht. Es ist eine Enthemmung gegenüber Menschen zu beobachten, die als Vertreter:innen staatlicher Institutionen oder für die Umsetzung allgemeingültiger Hygiene-Maßnahmen identifiziert werden. </p></blockquote>



<p>Die konkreten Vorfälle reichen dabei von Drohschreiben an impfende Ärzt:innen und Schulleiter:innen bis hin zu tätlichen Angriffen auf Impfteams, Polizist:innen und Kommunal-Politiker:innen. <a href="https://www.mdr.de/nachrichten/thueringen/schmaehung-hetzplakat-landraete-unstrut-hainich-saale-orla-100.html" target="_blank">Im Frühjahr gab es mehrere Fälle</a> bei denen Landräte auf Plakaten im öffentlichen Raum diffamiert und bedroht wurden. Der Bürgermeister der Südthüringer Gemeinde Floh-Seligenthal wurde auf seinem privaten Grundstück bedrängt. Die Beispiele zeigen nicht zuletzt das Gewaltpotential, welches von den Pandemie-Leugner:innen ausgeht.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Zusammenarbeit am rechten Rand</strong></h2>



<p>Die Pandemie-Leugner:innen arbeiten mit verschiedenen Spektren der extremen Rechten von „Reichsbürgern“ und Holocaust-Leugner:innen bis hin zu den Orts- und Regionalverbänden der AfD zusammen. Nahezu flächendeckend sind Akteur:innen der AfD in das Protestgeschehen der Pandemie-Leugner:innen involviert und versuchen auf kommunal- und landesparlamentarischer Ebene an die Narrative der Szene anzuknüpfen. Die Inszenierung der Protestierenden als „Widerstandsbewegung“ gegen ein vermeintlich „diktatorisches“ oder „faschistisches“ Regime sind anschlussfähig für die AfD und ihre Strategien zur Diffamierung demokratischer Institutionen. Seit November sammelt die AfD nun landesweit Unterschriften im Rahmen ihrer Kampagne „Volksentscheid Thüringen“, der sich gegen die Corona-Politik der Landes- und Bundesregierung richtet.</p>



<p>Doch auch an anderer Stelle zeigte sich der Schulterschluss zwischen AfD und der klassischen Neonazi-Szene. Nachdem es zu Bränden in mehreren neonazistischen Szene-Immobilien kam, sprachen Kader der Szene von einer „linksextremen Anschlagsserie“ und verbreiteten online Drohvideos und Aufrufe zur Selbstjustiz. Der langjährige NPD-Kader und enge Bekannte von Höcke, Thorsten Heise,<br><a href="https://www.belltower.news/nach-vermeintlicher-anschlagserie-thorsten-heise-droht-antifa-und-spitzeln-in-online-video-114275/" target="_blank">veröffentlichte im April ein Video</a>, in dem er sich vor einem linksalternativen Jugendzentrum in Göttingen filmen ließ. Er rief die Neonazi-Szene dazu auf den „Dialog mit der örtlichen Antifa“ zu suchen und adressierte auch die Sicherheitsbehörden: „Macht euren Job! Weil, wenn ihr euren Job nicht machen könnt, machen wir ihn.“</p>



<p>Wenig später, im Mai des Jahres, fand in Eisenach ein Vernetzungstreffen mehrerer Thüringer Neonazi-Szene-Größen statt. Daran nahmen Patrick Wieschke, Thorsten Heise, Tommy Frenck und Sebastian Schmidtke und der Neonazi-YouTuber Nikolai Nerling teil. Sie verbreiteten Videos, in denen sie mit Selbstjustiz drohten.</p>



<p>Auch Abgeordnete der AfD beteiligten sich an den Spekulationen über eine mögliche Anschlagsserie. Der Thüringer AfD-Vorsitzende <a href="https://www.belltower.news/neonazi-immobilien-vermeintliche-anschlagsserie-drohungen-von-hoecke-heise-und-co-115329/" target="_blank">Höcke beschuldigte beispielsweise MOBIT</a> als „Stichwortgeber“ der Brände.</p>



<p>Schon unmittelbar nach dem Brand in der extrem rechten „Gedächtnisstätte“ in Guthmannshausen hatte der AfD-Abgeordnete und Polizeibeamte Torsten Czuppon sich vor der Immobilie gefilmt und das Statement in den Sozialen Medien veröffentlicht. Darin sprach er von einem „feigen und hinterhältigen Angriff“ und dass er entsetzt sei, wie „unsere politischen Gegner ihren politischen Kampf führen.“ Czuppon sicherte zudem dem geschichtsrevisionistischen Betreiber:innen der Immobilie, die immer wieder auch Holocaust-Leugner:innen ihre Räume zur Verfügung stellten, „Hilfe und Unterstützung“ zu.</p>



<p>Seitens verschiedener neonazistischer Kader kam es – wie auch schon im Vorfeld der Landtagswahl 2019 – vor der Bundestagswahl zu Wahlaufrufen für die AfD. So warb etwa der Neonazi-YouTuber Nikolai Nerling („Der Volkslehrer“) dafür, die AfD zu wählen. Ähnliche Appelle gab es bereits auch von Tommy Frenck, welcher in diesem Jahr jedoch den CDU Kandidaten Hans Georg Maaßen unterstützte.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Bundestagswahl 2021 – AfD-Ergebnis in Thüringen stabil</strong></h2>



<p>Diese Wahlappelle aus der Neonazi-Szene fügen sich ein, in den fortlaufenden elektoralen Bedeutungsverlust der NPD seit Auftreten der AfD. Bei der Bundestagswahl 2021 erhielt die NPD in Thüringen nur noch 0,3% der Wähler:innenstimmen (2017 waren es noch 1,2%). Damit verliert die Partei – und dies auch im Bundesergebnis – sogar den Anspruch auf Wahlkampfkostenerstattung. Ein Wahlkampf der Partei war ohnehin in Thüringen nicht wahrzunehmen. Damit verbleiben nur noch wenige regionale Schwerpunkte und einige Kommunalabgeordnete der Partei.</p>



<p>Daneben trat 2021 in Thüringen auch die aus der Pandemie-Leugner:innen-Szene entstandene Kleinstpartei „dieBasis“ zur Wahl an und erhielt 1,6% der Stimmen im Freistaat. Zuvor gelang es der Partei bei der Kommunalwahl im Wartburgkreis-Eisenach im Juni ein Mandat im Kreistag zu erhalten.</p>



<p>Der AfD gelang es bei der Bundestagswahl dagegen erstmals als stärkste Partei in Thüringen abzuschneiden. Mit 24,0% der Stimmen konnte die Partei ihr Ergebnis von 2017 leicht verbessern. Damit war Thüringen das einzige Bundesland, in dem die AfD einen leichten Stimmenzuwachs verzeichnen konnte. Einerseits scheint zwar das Wähler:innen-Potential der Partei in Thüringen ausmobilisiert zu sein, aber andererseits hat sich ein stabiles Stammwähler:innen-Milieu herausgebildet, welches über Jahre hinweg der Partei ihre Stimmen überlässt. Die Werte an sich können also kaum überraschen, vielmehr aber die hohe Stabilität mit welcher die AfD dieses Potential mobilisieren kann. Für die innerparteilichen Auseinandersetzungen der AfD ist das starke Abschneiden der als Flügel-Länder bekannten Landesverbände Sachsen und Thüringen, ein weiterer Machtzuwachs für das Lager um den extrem rechten Thüringer Fraktionschef Höcke.</p>



<p>Im Vorfeld der Wahl hatte die AfD in Thüringen Hunderte Infostände – insbesondere auch in den ländlichen Regionen – durchgeführt. Teilweise kündigten Abgeordnete „Dörfertouren“ in ihren Wahlkreisen an, bei denen mehrere Infostände pro Tag stattfanden. Die Masse an AfD-Infoständen diente augenscheinlich auch dazu, eine digitale Omnipräsenz zu kreieren. Die Partei kombinierte damit reale Wahlkampfaktionen nahezu umfassend mit dem Transfer in die sozialen Netzwerke. Auch nach der Wahl setzte die AfD weiter auf die Strategie mit zahlreichen landesweiten Infoständen präsent zu sein und sich als Kümmererpartei im ländlichen Raum zu generieren.</p>



<p class="has-luminous-vivid-orange-color has-text-color"><strong><a href="https://mobit.org/auswertung-bundestagswahl-2021/">Unsere Analyse zu den Thüringer Ergebnissen bei der Bundestagswahl 2021 gibt es hier.</a></strong></p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Extrem rechte Gewalt – Thüringer Justizproblem</strong></h2>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="738" src="https://mobit.org/wp-content/uploads/2021/12/210712_Erfurt-Ballstaedtverfahren-II_Protestaktion-nach-dem-Urteil-3-1024x738.jpg" alt="" class="wp-image-12254" srcset="https://mobit.org/wp-content/uploads/2021/12/210712_Erfurt-Ballstaedtverfahren-II_Protestaktion-nach-dem-Urteil-3-1024x738.jpg 1024w, https://mobit.org/wp-content/uploads/2021/12/210712_Erfurt-Ballstaedtverfahren-II_Protestaktion-nach-dem-Urteil-3-300x216.jpg 300w, https://mobit.org/wp-content/uploads/2021/12/210712_Erfurt-Ballstaedtverfahren-II_Protestaktion-nach-dem-Urteil-3-768x553.jpg 768w, https://mobit.org/wp-content/uploads/2021/12/210712_Erfurt-Ballstaedtverfahren-II_Protestaktion-nach-dem-Urteil-3-1536x1107.jpg 1536w, https://mobit.org/wp-content/uploads/2021/12/210712_Erfurt-Ballstaedtverfahren-II_Protestaktion-nach-dem-Urteil-3-2048x1476.jpg 2048w, https://mobit.org/wp-content/uploads/2021/12/210712_Erfurt-Ballstaedtverfahren-II_Protestaktion-nach-dem-Urteil-3-320x231.jpg 320w, https://mobit.org/wp-content/uploads/2021/12/210712_Erfurt-Ballstaedtverfahren-II_Protestaktion-nach-dem-Urteil-3-640x461.jpg 640w, https://mobit.org/wp-content/uploads/2021/12/210712_Erfurt-Ballstaedtverfahren-II_Protestaktion-nach-dem-Urteil-3-440x317.jpg 440w, https://mobit.org/wp-content/uploads/2021/12/210712_Erfurt-Ballstaedtverfahren-II_Protestaktion-nach-dem-Urteil-3-880x634.jpg 880w, https://mobit.org/wp-content/uploads/2021/12/210712_Erfurt-Ballstaedtverfahren-II_Protestaktion-nach-dem-Urteil-3-1280x922.jpg 1280w, https://mobit.org/wp-content/uploads/2021/12/210712_Erfurt-Ballstaedtverfahren-II_Protestaktion-nach-dem-Urteil-3-1600x1153.jpg 1600w, https://mobit.org/wp-content/uploads/2021/12/210712_Erfurt-Ballstaedtverfahren-II_Protestaktion-nach-dem-Urteil-3-1920x1384.jpg 1920w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Protestkundgebung vor dem Erfurter Landgericht während des Ballstädt-Verfahrens im Juli 2021. Bild: MOBIT</figcaption></figure>



<p>Nach den zahlreichen schweren Übergriffen der vergangenen Jahre, fanden 2021 mehrere Prozesse gegen neonazistische Gewalttäter statt.</p>



<p>Im Februar des Jahres endete vor dem Geraer Landgericht der Prozess gegen die extrem rechte Hooligan-Gruppe „Jungsturm“ aus dem Fan-Umfeld des FC Rot-Weiß Erfurt mit Haft- und Bewährungsstrafen wegen gefährlicher Körperverletzung und Landfriedensbruch für die vier Angeklagten. Die Angeklagten sollen an mehreren Schlägereien und Überfällen beteiligt gewesen sein. Das Landgericht Gera hatte die Gruppe zudem als kriminelle Vereinigung eingestuft. Gegen das Urteil hat die Verteidigung inzwischen Rechtsmittel eingelegt. Mitglieder der Gruppe nahmen in den vergangenen Jahren wiederholt an Kampfsport-Veranstaltungen der extremen Rechten teil und sind international in der Neonazi-Szene vernetzt.</p>



<p>Im April des Jahres endete sieben Jahre nach einem brutalen Angriff auf eine Kirmesgesellschaft das Ballstädt-Verfahren. Nachdem der Bundesgerichtshof die im Jahr 2017 verhängten Freiheits- und Bewährungsstrafen aufgrund formaler Fehler aufgehoben hatte, musste das Verfahren neu aufgerollt werden. Für die Angeklagten endete der erneute Prozess nach einem Deal mit der Staatsanwaltschaft mit Bewährungsstrafen. Die Täter, die über viele Jahre in der bundes- und europaweiten militanten Neonazi-Szene und mutmaßlich auch in Drogen- und Waffengeschäften aktiv sind, <a href="https://mobit.org/presseerklaerung/justiz-skandal-im-ballstaedt-verfahren/">kommen damit mit geringen Strafen davon.</a> Nur wenige Wochen zuvor gab es eine großangelegte Razzia gegen die „Turonen“, zu denen Teile der Täter des Ballstädt-Überfalls zu zählen sind, bei der Drogen, Waffen und größere Mengen Bargeld gefunden wurden.</p>



<p>Im September des Jahres begann schließlich in Mühlhausen das Verfahren wegen eines brutalen Übergriffs auf zwei Journalisten in Fretterode. Auch dieser Prozess wurde erst über drei Jahre nach der eigentlichen Tat eröffnet. Die Angeklagten sollen die Journalisten, die Fotos vor der Immobilie des Neonazi-Funktionärs Thorsten Heise gemacht hatten, verfolgt, ihrer Kameratechnik beraubt und schwer verletzt haben. Die <a href="https://ezra.de/fretterode-ermittlungsfehler/" target="_blank">Beratungsstelle ezra</a>, die den Prozess begleitet, kritisierte bereits eklatante Fehler in der polizeilichen Ermittlungsarbeit und die <a href="https://tatort-fretterode.org/" target="_blank">Verschleppung des Verfahrens</a>.</p>



<p>Die genannten Prozesse reihen sich ein in eine Liste schwerer Übergriffe, deren juristische Aufarbeitung Jahre nach den Taten nicht abgeschlossen ist oder mit milden Urteilen für die Täter:innen endeten. Für antifaschistisch und demokratische Engagierte in Thüringen sind diese Prozesse fatale Signale. Für neonazistische Täter:innen tragen sie dagegen dazu bei, dass sich Thüringen weiter zur Wohlfühlzone entwickelt.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://mobit.org/jahresrueckblick-2021/">Jahresrückblick 2021</a> erschien zuerst auf <a href="https://mobit.org">MOBIT</a>.</p>
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		<series:name><![CDATA[Jahresrückblick]]></series:name>
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		<title>RechtsRock-Konzertzahlen brechen in Thüringen aufgrund der Corona-Pandemie ein</title>
		<link>https://mobit.org/rechtsrock-statistik-2020/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[mobit1]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Mar 2021 09:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[RechtsRock]]></category>
		<category><![CDATA[Mobile Beratung in Thüringen]]></category>
		<category><![CDATA[Zivilgesellschaftlicher Protest]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtsextremismus]]></category>
		<category><![CDATA[Konzerte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>2020 war das Jahr der pandemiebedingten Einschränkungen von Veranstaltungen. Diese Effekte sind ebenso bei der Thüringer RechtsRock-Szene sichtbar. Im zurückliegenden Jahr zählt MOBIT&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://mobit.org/rechtsrock-statistik-2020/">RechtsRock-Konzertzahlen brechen in Thüringen aufgrund der Corona-Pandemie ein</a> erschien zuerst auf <a href="https://mobit.org">MOBIT</a>.</p>
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<p><strong>2020 war das Jahr der pandemiebedingten Einschränkungen von Veranstaltungen. Diese Effekte sind ebenso bei der Thüringer RechtsRock-Szene sichtbar. Im zurückliegenden Jahr zählt MOBIT 19 extrem rechte Musikveranstaltungen in Thüringen. Versuche von Online-Konzerten sind die Ausnahme.</strong></p>



<p>Noch <a href="https://mobit.org/presseerklaerung/rechtsrock-statistik-2018/">2018 (71 Veranstaltungen) </a>und <a href="https://mobit.org/rechtsrock-statistik-2019/">2019 (65 Veranstaltungen)</a> bewegten sich die RechtsRock-Konzertzahlen in Thüringen auf extrem hohem Niveau. Deutlich mehr als ein Konzert pro Woche. Der Freistaat hat sich in den letzten Jahren zu einem Kernland der neonazistischen Musik-Szene entwickelt. Dabei spielten auch RechtsRock-Großevents eine wichtige Rolle, ziehen diese doch teils mehrere tausend Teilnehmer:innen auf einmal an. Im vergangenen Jahr fanden keine RechtsRock-Großveranstaltungen in Thüringen statt. Gerade dieses Format erzielten in den letzten Jahren unübersehbare Öffentlichkeitswirkung. Deren Popularität und Erfolg in der extrem rechten Szene verringerte sich bereits in 2019 dank beharrlichem Engagements zivilgesellschaftlicher Gruppen, die den Großveranstaltungen in den letzten Jahren mit konsequenter Gegenwehr begegneten. Zudem hat sich bestätigt, dass klare politische Positionierung gegen rechts und aktive Nutzung behördlicher Möglichkeiten einen wichtigen und begrüßenswerten Beitrag leisten.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="967" height="417" src="https://mobit.org/wp-content/uploads/2021/03/210319_Grafik_Ereignisverteilung-2020_Knuellpapier.jpg" alt="" class="wp-image-9174" srcset="https://mobit.org/wp-content/uploads/2021/03/210319_Grafik_Ereignisverteilung-2020_Knuellpapier.jpg 967w, https://mobit.org/wp-content/uploads/2021/03/210319_Grafik_Ereignisverteilung-2020_Knuellpapier-300x129.jpg 300w, https://mobit.org/wp-content/uploads/2021/03/210319_Grafik_Ereignisverteilung-2020_Knuellpapier-768x331.jpg 768w, https://mobit.org/wp-content/uploads/2021/03/210319_Grafik_Ereignisverteilung-2020_Knuellpapier-320x138.jpg 320w, https://mobit.org/wp-content/uploads/2021/03/210319_Grafik_Ereignisverteilung-2020_Knuellpapier-640x276.jpg 640w, https://mobit.org/wp-content/uploads/2021/03/210319_Grafik_Ereignisverteilung-2020_Knuellpapier-440x190.jpg 440w, https://mobit.org/wp-content/uploads/2021/03/210319_Grafik_Ereignisverteilung-2020_Knuellpapier-880x379.jpg 880w" sizes="(max-width: 967px) 100vw, 967px" /></figure>



<p>Der Großteil extrem rechter Musikveranstaltungen 2020 nahmen erneut Balladen- und Liederabende ein. Insgesamt mindestens 14 dieser Events fanden im zurückliegenden Jahr statt. Die vermeintlich harmlos klingende Genrebezeichnung dieser Unplugged-Konzerte täuscht über das enorme Potential zum Aufbau und der Pflege neonazistischer Netzwerke, geschäftlicher Interessen sowie zur Vermittlung menschenverachtender rechter Ideologie hinweg. Besonders auch der geringe Organisationsaufwand hat Liederabende in den vergangenen Jahren – auch bundesweit – zur dominierenden Veranstaltungsart der RechtsRock-Szene werden lassen. Hingegen fanden im vergangenen Jahr keinerlei klassische RechtsRock-Konzerte statt. Gemeint sind damit Veranstaltungen, bei denen eine oder mehrere Bands ein Konzert in einer der zahlreichen Szene-Immobilien spielen. Diese Veranstaltungsart machte in den vergangenen Jahren noch rund ein Drittel der Gesamtzahl aus.</p>



<p>Die langjährige Beobachtung der Thüringer RechtsRock-Musikszene zeigt, dass RechtsRock beispielsweise auch bei Anlässen wie Vortragsabenden, Demonstrationen oder Parteitagen eingesetzt wird, um hier Ideologievermittlung zu betreiben und ein Gemeinschaftsgefühl zu konstruieren. Solche Ereignisse zählt MOBIT seit 2020 als „sonstige Musikveranstaltung“. Davon fanden im vergangenen Jahr lediglich zwei statt. Dies dürfte auch damit zusammenhängen, dass insgesamt die Veranstaltungszahlen der Neonazi-Szene in Thüringen deutlich gesunken sind.</p>



<div class="wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img decoding="async" width="720" height="809" src="https://mobit.org/wp-content/uploads/2021/03/200411_Telegram_Zeitnah_Wohnzimmerkonzert.png" alt="" class="wp-image-9175 size-full" srcset="https://mobit.org/wp-content/uploads/2021/03/200411_Telegram_Zeitnah_Wohnzimmerkonzert.png 720w, https://mobit.org/wp-content/uploads/2021/03/200411_Telegram_Zeitnah_Wohnzimmerkonzert-267x300.png 267w, https://mobit.org/wp-content/uploads/2021/03/200411_Telegram_Zeitnah_Wohnzimmerkonzert-320x360.png 320w, https://mobit.org/wp-content/uploads/2021/03/200411_Telegram_Zeitnah_Wohnzimmerkonzert-640x719.png 640w, https://mobit.org/wp-content/uploads/2021/03/200411_Telegram_Zeitnah_Wohnzimmerkonzert-440x494.png 440w" sizes="(max-width: 720px) 100vw, 720px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="has-large-font-size">Nur vereinzelt wurde von Thüringer RechtsRock-Organisatoren der Versuch unternommen, das Konzerterlebnis durch Online-Varianten zu kompensieren. MOBIT zählte drei Online-Konzerte, welche in Thüringern aufgezeichnet und in Echtzeit auf Social-Media-Kanälen gestreamt wurden. Die gestreamten Konzerte waren dabei sämtlich Wohnzimmer-Konzerte und eine Mischung aus Gesprächen mit den Musikern und dem spielen von Musikstücken. Die Reichweite der Online-Konzerte mutet mit Zugriffszahlen um die 10.000 Aufrufe nach einigen Wochen vergleichsweise hoch an; insbesondere im Vergleich zu den Teilnehmenden-Zahlen an realen RechtsRock-Konzerten.</p>
</div></div>



<p>Doch schon ein Blick in das soziale Netzwerk Youtube zeigt, dass die hier hochgeladenen Songs ein vielfaches an Aufrufen generieren können. Online-Konzerte sind vielmehr als eine Reaktion einer lebendigen extrem rechten Musik-Szene auf die pandemiebedingten Einschränkungen zu verstehen und werden wohl auch in Zukunft eine Ausnahme bleiben. Zu sehr fehlen neben dem reinen Musikhören die weiteren Aspekte von RechtsRock-Veranstaltungen wie das Pflegen des identitätsstiftenden extrem rechten Lifestyles, die direkten Kommunikations- und Vernetzungsmöglichkeiten sowie finanzielle Einnahmen durch den Verkauf von Merchandising-Artikeln, Tonträgern und Eintrittszahlungen. Die Szene hat damit keinen wirklichen Ersatz für die ausgefallenen Konzerte gefunden und dürfte durch die zahlreichen Einnahmeverluste einen erheblichen Schaden erlitten haben.</p>



<p>Auch wenn die Anzahl der extrem rechten Musikveranstaltungen in Thüringen im Jahr 2020 merklich zurückging, bleibt die regionale extrem rechte Musikszene aktiv. Bands, Konzertveranstalter und Versandgeschäftebetreiber nutzen verstärkt die Möglichkeiten der Kund:innenansprache durch Messenger-Dienste und Social-Media-Plattformen. Die konzertlose Zeit wird zur Produktion von Alben, Sammlerboxen, special-Editions und Fan-Artikel aller Art genutzt, darunter auch Mund-Nasen-Bedeckungen. Hinzu kommt, dass im vergangenen Jahr weitere Funktionäre der bundesdeutschen RechtsRock-Szene und Versandhändler nach Thüringen gezogen sind. Damit konnten sich die Netzwerke im Freistaat weiter verstärken. Langfristig ist daher – jenseits der aktuellen Pandemiebedingungen – mit einem weiteren Erstarken der Aktivitäten der Neonazi-Szene zu rechnen. Thüringen gilt vielen Szene-Größen mittlerweile als sicherer Rückzugsraum.</p>



<p>Ein bitterer Rückschlag für alle Engagierten gegen menschenverachtende rechte Musik in Thüringen dürfte im November 2020 die<a href="https://www.thueringer-allgemeine.de/regionen/apolda/stadt-magdala-zahlt-25-000-euro-schadenersatz-an-rechtsextreme-id230987030.html" target="_blank"> Zahlung von €25.000 der Stadt Magdala an einen Konzertveranstalter </a>darstellen, der der extrem rechten Bruderschaft „Turonen/Garde 20“ zuzurechnen ist. Grund war, dass im Jahr 2018, kurz vor einem durch die Gruppierung auf einem Feld bei Magdala organisierte Großveranstaltung, ein Betretungsverbot für den einzigen Weg zum Veranstaltungsort erlassen worden war. Im Zuge eines mehrjährigen Rechtsstreits zur Rechtmäßigkeit des Betretungsverbots, verbunden mit Schadenersatzforderungen des Konzertveranstalters, verpflichtete sich die Stadt im Rahmen eines gerichtlichen Vergleichs zur Zahlung eines Teilbetrags der Schadenersatzforderung.<br>Dennoch sind die kommunalen und behördlichen Maßnahmen gegen die menschenverachtenden Hasskonzerte ein wichtiger Aspekt zur deren Eindämmung.</p>



<p>Soweit die Pandemie-bedingten Maßnahmen bestehen bleiben, dürften auch 2021 deutlich weniger RechtsRock-Konzerte stattfinden. Die zentrale Bedeutung der Konzerte für die Szene kann durch eine Verlagerung in den Online-Bereich nicht ausgeglichen werden und bisher hat die RechtsRock-Szene keine relevanten Alternativen für die Ausfälle gefunden.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://mobit.org/rechtsrock-statistik-2020/">RechtsRock-Konzertzahlen brechen in Thüringen aufgrund der Corona-Pandemie ein</a> erschien zuerst auf <a href="https://mobit.org">MOBIT</a>.</p>
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		<title>MOBIT-Jahresrückblick 2019</title>
		<link>https://mobit.org/mobit-jahresrueckblick-2019/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[mobit1]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Jan 2020 10:59:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mobit e.V.]]></category>
		<category><![CDATA[Zivilgesellschaftlicher Protest]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtsextremismus]]></category>
		<category><![CDATA[RechtsRock]]></category>
		<category><![CDATA[extreme Rechte Thüringen]]></category>
		<category><![CDATA[AfD]]></category>
		<category><![CDATA[extrem rechte Kampfsportszene]]></category>
		<category><![CDATA[Kampfsport]]></category>
		<category><![CDATA[Jahresrückblick]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Für den rechten Rand in Thüringen waren 2019 vor allem die Wahlen bestimmend. Neben den Landtagswahlen im Oktober des Jahres, fanden im Mai die Kommunal- und Europawahlen statt. In der kontinuierlichen Beobachtung extrem rechter Aktivitäten zeigt sich, dass das Aktivitätsniveau der Szene im Vorfeld der Wahlen meist anstieg. Dies bestätigte sich auch 2019. Daneben sind es die Themen RechtsRock und die neonazistischen Kampfsport-Aktivitäten, die für ein hohes Aufkommen extrem rechter Veranstaltungen im Jahresverlauf sorgten.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://mobit.org/mobit-jahresrueckblick-2019/">MOBIT-Jahresrückblick 2019</a> erschien zuerst auf <a href="https://mobit.org">MOBIT</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Für
den rechten Rand in Thüringen waren 2019 vor allem die Wahlen bestimmend. Neben den
Landtagswahlen im Oktober des Jahres, fanden im Mai die Kommunal- und Europawahlen
statt. In der kontinuierlichen Beobachtung extrem rechter Aktivitäten
zeigt sich, dass das Aktivitätsniveau der Szene im Vorfeld der Wahlen meist
anstieg. Dies bestätigte sich auch 2019. Daneben sind es die Themen RechtsRock
und die neonazistischen Kampfsport-Aktivitäten, die für ein hohes Aufkommen
extrem rechter Veranstaltungen im Jahresverlauf sorgten.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Extrem rechtes Parteienspektrum und die
Wahlen</strong></h2>



<p>Insgesamt
ist deutlich zu sehen, dass überall dort, wo die AfD in Thüringen in
Erscheinung tritt, die klassischen Neonazi-Parteien deutlich an
Wähler*innenstimmen und Bedeutung verloren haben. Elektoral hat das Auftreten
der AfD zum Ausbluten der klassischen Neonazi-Parteien geführt.</p>



<p>Bei
der Europawahl 2019 konnte sowohl die Neonazi-Partei Die Rechte als auch Der
Dritte Weg nur 0,1% der abgegebenen Stimmen erringen. Dies bedeutet rund 1.500
bzw. 1.200 Stimmen für die beiden Kleinstparteien. Die NPD erreichte insgesamt
1,0% und verlor damit 2,4% im Vergleich zur Europawahl 2014. Dies ist zwar immer
noch ein Mehrfaches des Bundestrends, wo die Partei insgesamt nur 0,3% erlangen
konnte, zeigt aber auch hier einen massiven Verlust auf.</p>



<p>Ähnlich sieht es bei der NPD in fast allen Kreisen bei den Kommunalwahlergebnissen aus. Selbst in einigen ihrer ehemaligen Hochburgen, die auch Wohnorte von Funktionären sind, <a href="https://mobit.org/wahlergebnisse-2019/">hat die NPD massiv verloren</a>. Im Vergleich zu 2014 war die NPD &#8211; mit wenigen lokalen Ausnahmen &#8211; ohnehin&nbsp; im Wahlkampf kaum präsent. Der Bedeutungsverlust der Partei bei den Wahlen war also bereits im Vorfeld abzulesen. </p>



<p>Entgegen
des allgemeinen Abwärtstrends der Neonazi-Parteien, sind insbesondere zwei
Landkreise&nbsp; zu nennen: Im Landkreis
Hildburghausen konnte das Bündnis Zukunft Hildburghausen um den Neonazi Tommy
Frenck sein Wahlergebnis deutlich steigern.&nbsp;
Auch in Eisenach konnte die NPD rund um den Neonazi Patrick David
Wieschke ihr Ergebnis nochmals ausbauen. In beiden Regionen vergrößerten sich
damit die extrem rechten Fraktionen im Stadt- bzw. Kreistag. Hinzu kommt, dass
das Bündnis Zukunft Hildburghausen im Landkreis insgesamt 13 Sitze in Ortsteil-
und Gemeinderäten erringen konnte. </p>



<p>Gemeinsam
ist Hildburghausen und Eisenach, dass hier mit Frenck und Wieschke Neonazis an
der Spitze agieren, die selbst auch aus der Region stammen und seit vielen
Jahren lokalpolitisch aktiv sind. In Eisenach konnte Wieschke mit rund 4.500
Kreuzen sogar die zweitmeisten Stimmen aller angetretenen Kandidat*innen
erreichen. Und auch Tommy Frenck in Hildburghausen liegt&nbsp; mit rund 6.000 Stimmen als Einzelkandidat auf
Platz zwei hinter dem amtierenden Landrat. Beide sind die Gallionsfiguren der
lokalen Neonazi-Szene. Hinzu kommt, dass die extreme Rechte in beiden Regionen
über eine Immobilie verfügt und damit auch überregional als Anlaufpunkt für die
Szene Bedeutung hat.</p>



<p>In
Erfurt trat die neonazistische Kleinstpartei Der Dritte Weg im Vorfeld der
Wahlen massiv öffentlich in Erscheinung. Allein etwa 60 Infostände und
Kundgebungen führten Neonazis der Partei innerhalb einer Woche im gesamten
Stadtgebiet durch. Dennoch konnte die Partei bei der Stadtratswahl lediglich
0,6% der Stimmen erringen. Im Stadtteil Herrenberg, wo die Partei über eine
eigene Immobilie verfügt, erreichte die Kandidatin der Partei zur
Ortsteilbürgermeisterwahl 37,3% der abgegebenen Stimmen. Sie war die einzige
Gegenkandidatin zum amtierenden Ortsteilbürgermeister im Erfurter Südosten.</p>



<p>Schon
seit mehreren Jahren verfügte Der Dritte Weg über Stützpunkte im Thüringer Wald
und in Ostthüringen. Seit dem Übertritt weiterer Neonazi-Funktionäre aus dem
Raum Erfurt/Weimar und dem damit verbundenen Zugriff der Partei auf eine eigene
Immobilie hat sich Erfurt zum Schwerpunkt der Parteiaktivitäten in Thüringen
entwickelt. Zuletzt versuchte die Partei ihre jährliches „Jugend im
Sturm“-Festival in Erfurt durchzuführen. Die Veranstaltung stellt eine
Kombination aus RechtsRock- und Kampfsportveranstaltung dar. Der Ortswechsel
von Kirchheim nach Erfurt zeigt, dass die Partei in der Landeshauptstadt trotz
des verpassten Einzuges in den Stadtrat die eigenen Strukturen weiter ausbauen
will. Dafür spricht auch die Ankündigung des bundesweiten Aufmarschs am 1.Mai
2020 in Erfurt.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Subkulturelle Aktionsfelder&nbsp; &#8211; RechtsRock &amp; Kampfsport</strong></h2>



<p>Einhergehend
mit dem weitgehenden Bedeutungsverlust bei den Wahlen richtete sich die
Strategie extrem rechter Akteur*innen bereits seit mehreren Jahren wieder
stärker auf Bereiche wie RechtsRock oder Medienprojekte, um ihre Ideologie zu
verbreiten. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://mobit.org/wp-content/uploads/2020/01/190706_Themar_Abtransport-der-letzten-Biervorräte-vom-Veranstaltungsgelände-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-6938" srcset="https://mobit.org/wp-content/uploads/2020/01/190706_Themar_Abtransport-der-letzten-Biervorräte-vom-Veranstaltungsgelände-1024x683.jpg 1024w, https://mobit.org/wp-content/uploads/2020/01/190706_Themar_Abtransport-der-letzten-Biervorräte-vom-Veranstaltungsgelände-300x200.jpg 300w, https://mobit.org/wp-content/uploads/2020/01/190706_Themar_Abtransport-der-letzten-Biervorräte-vom-Veranstaltungsgelände-768x512.jpg 768w, https://mobit.org/wp-content/uploads/2020/01/190706_Themar_Abtransport-der-letzten-Biervorräte-vom-Veranstaltungsgelände-1536x1024.jpg 1536w, https://mobit.org/wp-content/uploads/2020/01/190706_Themar_Abtransport-der-letzten-Biervorräte-vom-Veranstaltungsgelände-2048x1365.jpg 2048w, https://mobit.org/wp-content/uploads/2020/01/190706_Themar_Abtransport-der-letzten-Biervorräte-vom-Veranstaltungsgelände-320x213.jpg 320w, https://mobit.org/wp-content/uploads/2020/01/190706_Themar_Abtransport-der-letzten-Biervorräte-vom-Veranstaltungsgelände-640x427.jpg 640w, https://mobit.org/wp-content/uploads/2020/01/190706_Themar_Abtransport-der-letzten-Biervorräte-vom-Veranstaltungsgelände-440x293.jpg 440w, https://mobit.org/wp-content/uploads/2020/01/190706_Themar_Abtransport-der-letzten-Biervorräte-vom-Veranstaltungsgelände-880x587.jpg 880w, https://mobit.org/wp-content/uploads/2020/01/190706_Themar_Abtransport-der-letzten-Biervorräte-vom-Veranstaltungsgelände-1280x853.jpg 1280w, https://mobit.org/wp-content/uploads/2020/01/190706_Themar_Abtransport-der-letzten-Biervorräte-vom-Veranstaltungsgelände-1600x1067.jpg 1600w, https://mobit.org/wp-content/uploads/2020/01/190706_Themar_Abtransport-der-letzten-Biervorräte-vom-Veranstaltungsgelände-1920x1280.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Bei dem extrem rechten OpenAir &#8222;Tage der nationalen Bewegung&#8220; wurde ein konsequentes Alkoholverbot verhängt. Bildquelle: MOBIT</figcaption></figure>



<p>Die Zahl der RechtsRock-Konzerte in Thüringen ist seit Jahren auf sehr hohem Niveau und erreichte 2018 mit 71 Konzerten einen neuen Höchststand. Vor allem die medienwirksamen öffentlichen Großveranstaltungen mit teils mehreren Tausend Teilnehmenden haben in den vergangenen Jahren dazu beigetragen, den Ruf Thüringens als Kernland der extrem rechten Konzertszene zu festigen. Entsprechend erfreulich ist es, dass es zuletzt mehrfach gelang durch zivilgesellschaftliche Proteste und konsequenteres Agieren der Behörden, Erfolge im Kampf gegen diese Veranstaltungen zu erzielen. 2016 bis 2018 fanden jeweils 4 bis 5 Großveranstaltungen in Thüringen statt. <a href="http://- https://mobit.org/jahresrueckblick-2018/" target="_blank">Nachdem die dritte Auflage des „Rock gegen Überfremdung“ im Jahr 2018 in einem weitgehenden Desaster für die Szene endete</a>, gelang es den Veranstaltern 2019 nicht eine weitere Auflage des Konzertes zu organisieren. Damit fanden 2019 „nur“ noch 2 extrem rechte Großveranstaltungen im Freistaat statt: der „Eichsfeldtag“ in Leinefelde und die „Tage der nationalen Bewegung“ in Themar. Der „Eichsfeldtag“ des NPD-Funktionärs Thorsten Heise fand zum neunten Mal in Folge statt und zählt trotz rückläufiger Besucher*innenzahlen weiterhin zu den fest etablierten RechtsRock-Veranstaltungen.&nbsp; <a href="https://blog.zeit.de/stoerungsmelder/2019/07/07/bier-weg-bands-weg-stimmung-weg_28690" target="_blank">Auch die „Tage der nationalen Bewegung“ in Themar blieben 2019 deutlich hinter den Erwartungen der neonazistischen Veranstalter zurück</a>.&nbsp; Durch breit getragene Proteste, die aus ganze Thüringen unterstützt wurden, strenge Auflagen wie etwa ein Alkoholverbot und das konsequente Agieren der Polizei, die die Auftritte mehrerer Bands aufgrund von Verstößen gegen die Auflagen beendete, konnte die Veranstaltung in ihrem Ablauf erheblich behindert werden. Die Veranstalter um den Südthüringer Neonazi-Unternehmer Tommy Frenck kündigten im Nachgang ein zweites Konzert an. Dieses für zwei Tage und mit 1000 Besucher*innen angekündigte Festival, schrumpfte letztlich zu einer eintägigen Abendveranstaltung mit zwei Liedermachern zusammen.</p>



<p>Diese
Erfolge dürfen dennoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass neben den
Großveranstaltungen im öffentlichen Raum auch weiterhin an nahezu jedem
Wochenende RechtsRock-Veranstaltungen und extrem rechte Liederabende – häufig
in den zahlreichen szeneeigenen Immobilien – in Thüringen stattfanden. </p>



<p>Neben
dem Bereich RechtsRock hat sich insbesondere in den beiden vergangenen Jahren
Kampfsport als weiteres Betätigungsfeld extrem rechter Aktivisten entwickelt.
Dabei zeigt sich auf vielen Ebenen, dass die extreme Rechte im Freistaat aktiv
in die Netzwerke der bundesweiten und auch internationalen Kampfsportszene
involviert ist. Wiederholt fanden Vernetzungstreffen der zentralen Kampfsport-Gruppierungen
in Thüringen statt und immer wieder sind Thüringer Neonazis an den bundes- und
europaweit stattfindenden Kampfsportveranstaltungen beteiligt.</p>



<p>Gänzlich
neu sind diese Erscheinungen nicht, aber es ist in den letzten Jahren in der
extrem rechten Szene ein enormer Ausbau der Strukturen zu beobachten. Neben den
zahlreichen neuen Szene-Veranstaltungen und Kleidungsmarken entstanden auch
neue extrem rechte Kampfsportvereine und Trainingsgruppen. Beispielhaft zu
nennen ist die Gruppe „Knockout51“ aus Eisenach, die für ihre
Kampfsporttrainings wiederholt die Immobilie des NPD-Aktivisten und –Stadtrats
Patrick Wieschke nutzte. Immer wieder treten Neonazis, die auch bei „Knockout
51“ aktiv sind, bei Spielen des FC Rot-Weiß-Erfurt in Erscheinung und pflegen
enge Kontakte zum Hooliganspektrum rund um die Gruppe „Jungsturm“. So reiste
etwa eine größere Gruppe aus Eisenach und Erfurt gemeinsam zum diesjährigen
„Tiwaz“ – einem extrem rechten Kampfsportturnier – nach Sachsen. An dem Turnier
nahm auch eine Person aus dem Umfeld der Gruppe als Kämpfer teil. </p>



<p>Neben
dem freien Kameradschaftsspektrum ist es in Thüringen vor allem die
Neonazi-Kleinstpartei Der Dritte Weg, die eigene Strukturen für
Kampfsporttrainings geschaffen hat. In Erfurt bewerben die Neonazis ganz
offensiv die Möglichkeit, in ihrer Immobilie auf dem Herrenberg an derartigen
Trainings teilzunehmen. Ihre Angebote richten sich dabei gezielt auch an Kinder
und Jugendliche.</p>



<p>Eigens
für solche Aktivitäten wurde innerhalb der Partei im Sommer 2018 die
Arbeitsgruppe „Körper &amp; Geist“ geschaffen, die nicht nur in Thüringen
agiert. </p>



<p>Kampfsport
ist für die extreme Rechte zu einem Aktionsfeld geworden, welches deutliche
Parallelen zu früheren Entwicklungen in der RechtsRock-Szene aufweist: Durch
die Etablierung eigener Veranstaltungen und Modemarken können finanzielle
Umsätze generiert werden. Gerade die Großevents sind zudem – ähnlich wie
RechtsRock-Konzerte – Netzwerkveranstaltungen, bei denen die Szene auch ihre
internationalen Verbindungen pflegt. So ziehen die Kampfsportveranstaltungen
der extremen Rechten auch Personen an, die zum Teil noch nicht fest in der
Szene verankert sind. Dabei ist besonders die Hooliganszene im Fokus. </p>



<p>Zusätzlich
dient Kampfsport der extremen Rechten als Vorbereitung für den etwaigen
Straßenkampf &#8211; bei Angriffen auf politische Gegner*innen, tatsächliche oder
vermeintliche Migrant*innen und auch in der Auseinandersetzung mit der Polizei.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>AfD auf Kommunal- und Landesebene</strong></h2>



<p>Entscheidender
als die Ergebnisse der Neonazi-Parteien ist das Abschneiden der AfD um ihren
extrem rechten Spitzenkandidaten Höcke. Insgesamt erreichte die AfD bei den
Kreistagswahlen thüringenweit 18%, bei den Wahlen zu Stadt- und Gemeinderäten
nur 7,3%. Letzteres liegt vor allem daran, dass die AfD nicht in jeder Stadt
bzw. Gemeinde zur Wahl angetreten ist. Fast überall dort, wo sie eigene
Kandidat*innen aufgestellt hat, erreichten diese über 10 Prozent der Stimmen.
Insgesamt errang die AfD weit über 300 Mandate in den verschiedenen Kommunalen
Gremien.</p>



<p>Bei der Landtagswahl erhielt die AfD 23,4% der Stimmen und zog damit als zweitstärkste Fraktion mit 22 Sitzen in den Landtag ein. Im Vorfeld der Wahl riefen auch Thüringer NPD-Kader wie der Neonazi Thorsten Heise dazu auf, die Erststimme der AfD zu geben. Das Ergebnis liegt damit auf ähnlichem Niveau, wie zuvor bereits bei den Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg.&nbsp; Die flächendecke Vertretung der AfD in den kommunalen Gremien und das starke Abschneiden bei den Landtagwahlen, stellt die demokratische Zivilgesellschaft vor enorme Herausforderungen. Wie sich bereits in anderen Bundesländern, wie zum Beispiel Sachsen-Anhalt gezeigt hat, ist künftig auch in Thüringen mit erhöhtem Druck auf zivilgesellschaftliche Akteur*innen zu rechnen. Das Agieren der demokratischen Fraktionen wird daher von entscheidender Bedeutung sein. Die ersten Fälle, bei denen Mitglieder der AfD-Fraktionen mit Stimmen der demokratischen Parteien in kommunale Gremien gewählt wurden, sind warnende Beispiele für die fortschreitende Normalisierung der AfD.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Zivilgesellschaft</strong></h2>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="528" src="https://mobit.org/wp-content/uploads/2020/01/191017_Camburg_Protest-gegen-AfD-Familienfest-1024x528.png" alt="" class="wp-image-6937" srcset="https://mobit.org/wp-content/uploads/2020/01/191017_Camburg_Protest-gegen-AfD-Familienfest-1024x528.png 1024w, https://mobit.org/wp-content/uploads/2020/01/191017_Camburg_Protest-gegen-AfD-Familienfest-300x155.png 300w, https://mobit.org/wp-content/uploads/2020/01/191017_Camburg_Protest-gegen-AfD-Familienfest-768x396.png 768w, https://mobit.org/wp-content/uploads/2020/01/191017_Camburg_Protest-gegen-AfD-Familienfest-1536x793.png 1536w, https://mobit.org/wp-content/uploads/2020/01/191017_Camburg_Protest-gegen-AfD-Familienfest-2048x1057.png 2048w, https://mobit.org/wp-content/uploads/2020/01/191017_Camburg_Protest-gegen-AfD-Familienfest-320x165.png 320w, https://mobit.org/wp-content/uploads/2020/01/191017_Camburg_Protest-gegen-AfD-Familienfest-640x330.png 640w, https://mobit.org/wp-content/uploads/2020/01/191017_Camburg_Protest-gegen-AfD-Familienfest-440x227.png 440w, https://mobit.org/wp-content/uploads/2020/01/191017_Camburg_Protest-gegen-AfD-Familienfest-880x454.png 880w, https://mobit.org/wp-content/uploads/2020/01/191017_Camburg_Protest-gegen-AfD-Familienfest-1280x661.png 1280w, https://mobit.org/wp-content/uploads/2020/01/191017_Camburg_Protest-gegen-AfD-Familienfest-1600x826.png 1600w, https://mobit.org/wp-content/uploads/2020/01/191017_Camburg_Protest-gegen-AfD-Familienfest-1920x991.png 1920w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Proteste gegen einen Wahlkampfauftritt der AfD in Camburg. Bildquelle: MOBIT</figcaption></figure>



<p>Die
diesjährige Wahlkampfzeit stellte auch die Zivilgesellschaft vor große
Herausforderungen. Während es bei der Europa- und Kommunalwahl nur punktuell
gelang Widerstand gegen die Wahlkampfauftritte extrem rechter Parteien und
Personen zu organisieren, fand zu den Landtagswahlen nahezu bei jedem größeren
Auftritt der AfD ein zivilgesellschaftlich getragener Protest dagegen statt.
Trotz fehlender landesweiter Kampagne funktionierte die Gegenwehr vor Ort gut,
auch in den Regionen, in denen bisher keine kontinuierlichen
zivilgesellschaftlichen Bündnisse aktiv waren. </p>



<p>Hinzu
kommt, dass es bei den Protesten gegen die RechtsRock-Veranstaltung in Themar
gelang, deutlich mehr Gegendemonstrant*innen aus ganz Thüringen zu
mobilisieren, als in den Vorjahren.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://mobit.org/mobit-jahresrueckblick-2019/">MOBIT-Jahresrückblick 2019</a> erschien zuerst auf <a href="https://mobit.org">MOBIT</a>.</p>
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		<series:name><![CDATA[Jahresrückblick]]></series:name>
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