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	<title>Bundesverband Mobile Beratung e.V. Archive &#8226; MOBIT</title>
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		<title>Rechtsextremer Anschlag an Jom Kippur</title>
		<link>https://mobit.org/presseerklaerung/rechtsextremer-anschlag-an-jom-kippur/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Oct 2019 13:30:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bundesverband Mobile Beratung]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtsextremismus]]></category>
		<category><![CDATA[Rechte Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Antisemitismus]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesverband Mobile Beratung e.V.]]></category>
		<category><![CDATA[Halle]]></category>
		<category><![CDATA[Jom Kippur]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Gesellschaftliche Zusammenhänge benennen und Betroffenen beistehen PRESSESTATEMENT (Bundesverband Mobile Beratung, Verband der Beratungsstellen für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt sowie des Bundesverbands RIAS)&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://mobit.org/presseerklaerung/rechtsextremer-anschlag-an-jom-kippur/">Rechtsextremer Anschlag an Jom Kippur</a> erschien zuerst auf <a href="https://mobit.org">MOBIT</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Gesellschaftliche Zusammenhänge benennen und Betroffenen beistehen</strong></p>



<p>PRESSESTATEMENT (<a href="http://www.bundesverband-mobile-beratung.de" target="_blank">Bundesverband Mobile Beratung</a>, <a href="https://www.verband-brg.de/" target="_blank">Verband der  Beratungsstellen für Betroffene rechter, rassistischer und  antisemitischer Gewalt</a> sowie des <a href="https://www.report-antisemitism.de/" target="_blank">Bundesverbands RIAS</a>)</p>



<p>Die Ereignisse in Halle haben die Sorgen der jüdischen Communities in
 Deutschland bestätigt: Antisemitismus ist für Jüdinnen und Juden in 
Deutschland nicht nur eine alltagsprägende Erfahrung, sondern nach wie 
vor eine potentiell tödliche Bedrohung. Über fünfzig Personen mussten im
 Innern der Synagoge von Halle am höchsten jüdischen Feiertag 
stundenlang verharren, nachdem der rechtsextreme Täter versuchte, schwer
 bewaffnet zu ihnen vorzudringen. Der folgende mörderische Anschlag auf 
einen Dönerimbiss erfolgte nicht aus Zufall, sondern war rassistisch 
motiviert.&nbsp;</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p><em>„Rechte, rassistische und antisemitische Gewalt und rechter  Terror sind alltägliche Realität in Deutschland. Die Forderungen nach  Schutz der Betroffenen von Rassismus, Antisemitismus und  Rechtsterrorismus müssen endlich ernstgenommen werden. Es braucht mehr  Solidarität und die konsequente Entwaffnung und Strafverfolgung  bewaffneter Neonazi-Netzwerke, um eine weitere Eskalation zu  verhindern.“</em></p><cite> <em>Dr. Kai Stoltmann, Mitglied im Vorstand des VBRG</em> </cite></blockquote>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p><em>„Solche Attentate passieren nicht im „luftleeren Raum“. Sie  werden von Tätern verübt, die sich bestätigt fühlen von einem  politischen Klima, in dem sich die Grenzen des Sagbaren online wie  offline immer weiter verschieben und die Feindbildbestimmung zur  Normalität der politischen Auseinandersetzung geworden ist.“</em></p><cite> <em>Pascal Begrich, Mitglied im Vorstand des BMB</em></cite></blockquote>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p><em>„Der Terroranschlag von Halle muss tiefgreifende Konsequenzen  haben: diese dürfen nicht bei symbolischen Gesten stehen bleiben.  Sicherheitsbehörden, Bildungseinrichtungen, Medien, Zivilgesellschaft  und Politik haben die Pflicht jede Form des Antisemitismus zu erkennen,  zu benennen und zu ächten. Nur so kann das Gefühl in den jüdischen  Gemeinschaften `alleine dazustehen´ überwunden werden.“ </em></p><cite> <em>Benjamin Steinitz, Geschäftsführer Bundesverband RIAS</em></cite></blockquote>



<p>Das maßgebliche Tatmotiv war allem Anschein nach ein 
verschwörungsideologischer Antisemitismus, als Teil eines geschlossenen 
rechtsextremen Weltbildes. In diesem greifen Antisemitismus, Rassismus 
und Antifeminismus eng ineinander. Alle als bedrohlich wahrgenommenen 
gesellschaftlichen Entwicklungen werden dabei aber letztendlich auf 
einen vermeintlichen jüdischen Einfluss zurückgeführt. Rechtsextreme 
Ideologie mündet unweigerlich in Gewalttaten gegen die als Feindbild 
markierten Gruppen. Aus der ständig wiederholten Erzählung eines 
permanenten, endzeitlichen „Abwehrkampfes“ gegen eine angebliche 
„Umvolkung“ ergibt sich das Bestreben nach Bewaffnung, um an einem 
selbst gewählten „Tag X“ losschlagen und Vernichtungsfantasien in die 
Tat umsetzen zu können.&nbsp;<br>Die Erzählung des „Einzeltäters“ und einer „neuen Qualität der Gewalt“ führen daher in die Irre. </p>



<p>Die Tat reiht sich ein in eine Liste mehrerer rechtsextremer 
Anschläge der vergangenen Jahre, die sich in Inszenierung und virtueller
 Sozialisation der männlichen, weißen Täter gleichen. Zu nennen sind 
etwa die Anschläge von Utøya und Oslo 2011 sowie die Anschläge auf zwei 
Moscheen in Christchurch im März 2019 und auf die Synagoge in Pittsburgh
 2018. Die Täter bewegen sich in Netzwerken, tauschen sich über 
Online-Foren aus, unterstützen sich gegenseitig und ahmen einander nach.
 Sie profitieren von der jeweiligen Aufmerksamkeit und dem zur Verfügung
 gestellten Erfahrungswissen anderer Täter. Die Gewalt gegen Jüdinnen 
und Juden hat in Deutschland zudem seit Jahrzehnten eine traurige 
Tradition – so werden etwa die Morde an Shlomo Lewin und Frida Poeschke 
1980 oder die Brandanschläge auf die Synagogen in Lübeck (1994) und 
Düsseldorf (2000) in der aktuellen Diskussion nahezu ausgeblendet.&nbsp;</p>



<p>Rechtsextreme Diskurse haben eine klare Botschaft an die Betroffenen:
 ihr seid nicht sicher und ihr gehört nicht dazu. Der Anschlag in Halle 
hat ein weiteres Mal vor Augen geführt:&nbsp; Antisemitismus und Rassismus 
töten. Es ist an der Zeit, dies ernst zu nehmen und einzustehen für eine
 solidarische, offene und vielfältige Gesellschaft, in der alle 
angstfrei leben können.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://mobit.org/presseerklaerung/rechtsextremer-anschlag-an-jom-kippur/">Rechtsextremer Anschlag an Jom Kippur</a> erschien zuerst auf <a href="https://mobit.org">MOBIT</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Sammelband „Was blüht dem Dorf?“ erschienen</title>
		<link>https://mobit.org/was-blueht-dem-dorf/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[mobit1]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Jul 2019 10:28:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mobile Beratung in Thüringen]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesverband Mobile Beratung]]></category>
		<category><![CDATA[zivilgesellschaftliches Engagement]]></category>
		<category><![CDATA[Zivilcourage]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesverband Mobile Beratung e.V.]]></category>
		<category><![CDATA[ländlicher Raum]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ausgehend von einer Tagung im Herbst 2018 leuchtet ein multiprofessioneller Band Potentiale und Herausforderungen aus In ländlichen Räumen werden an die Auseinandersetzung mit&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://mobit.org/was-blueht-dem-dorf/">Sammelband „Was blüht dem Dorf?“ erschienen</a> erschien zuerst auf <a href="https://mobit.org">MOBIT</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h3 class="wp-block-heading"><strong>Ausgehend von einer Tagung im Herbst 2018 leuchtet ein multiprofessioneller Band Potentiale und Herausforderungen aus</strong></h3>



<p>In ländlichen Räumen werden an die Auseinandersetzung mit 
Rechtsextremismus und menschenfeindlichen Einstellungen spezifische 
Herausforderungen gestellt. Die öffentlichen Infrastrukturen sind hier 
anders ausgeprägt als in Städten. Das schafft Freiräume, fordert aber 
auch verstärkt individuelles Engagement.</p>



<p>Der Bundesverband Mobile Beratung hat gemeinsam mit der <a href="http://www.bpb.de" target="_blank">Bundeszentrale für politische Bildung</a>
 deshalb im Herbst 2018 mit der Tagung „Was blüht dem Dorf? Impulse zur 
Demokratiestärkung auf dem Land“ zahlreiche Menschen aus Theorie und 
Praxis eingeladen, um gemeinsam über die Demokratiestärkung auf dem Land
 zu beraten. Der Kongress brachte in einzigartiger Weise Menschen 
zusammen – jenseits vom oft dominierenden Denken in 
Verwaltungsstrukturen, Förderlogiken oder politischen Präferenzen. Sie 
verband der Wunsch sich auszutauschen, neue Impulse zu bekommen und zu 
erfahren, wie Demokratieentwicklung auf dem Land gelingen kann. Die 
Impulse der Konferenz werden in der vorliegenden Publikation fachlich 
reflektiert, mit gelungenen Beispielen unterlegt und zu einer 
Darstellung der Profession der Mobilen Beratung auf dem Lande 
verdichtet.</p>



<p>Zunächst ordnet der Band aus wissenschaftlicher Sicht die <strong>speziellen Herausforderungen ländlicher Regionen</strong>
 ein. Demographischer Wandel und Infrastrukturentwicklung sind genauso 
Themen wie die soziokulturelle Dimension von Wachstum und Schrumpfung 
auf dem Lande. Nicht nur die Zuwanderung nach Deutschland wird 
betrachtet, sondern ebenso die innerdeutsche Migration.</p>



<p>Im zweiten Abschnitt finden sich <strong>gelungene Beispiele aus der Praxis</strong>. Hier geht es ganz konkret etwa um den Mehrwert von Dorfläden für eine Gemeinde und um politische Bildung in ländlichen<br>
Regionen, um Chancen durch Migration und um mutige, engagierte Kommunalpolitiker*innen.</p>



<p>Der dritte Teil der Publikation behandelt <strong>Perspektiven der Demokratieförderung in ländlichen Regionen</strong>
 – also das, was für eine positive Entwicklung notwendig ist. Dazu 
gehört die politisch-planerische und sozial-topograische Sicht genauso 
wie die migrantische und postmigrantische Perspektive. Last but not 
least schließt die Publikation mit einem Blick auf die Mobile Beratung 
selbst, die mit all diesen Engagierten und Gruppen und in vielfältigen 
Problemlagen arbeitet.</p>



<p>Wenn Mobile Beratung gelingt, wenn irgendwo Demokratie und  Menschenrechte gestärkt werden, dann gehört dieser Erfolg nie den  Berater*innen, sondern immer den Menschen vor Ort. Deshalb ist der  Bundesverband Mobile Beratung ganz besonders froh, dass sowohl die  Konferenz wie auch diese Publikation Kommunalpoltiker*innen, Vereine und  Bündnisse, politischen Bildner*innen, Menschen aus Bildungsarbeit, aus  Behörden und Verwaltungen, aus Kirchengemeinden, Sport, von den  Landeskoordinierungsstellen, Migrant*innenorganisationen und  Wissenschaft versammelt hat. Ihre vielfältigen Perspektiven geben  kaleidoskopartig Antwort(en) auf die Frage „Was blüht dem Dorf?“</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Die Publikation ist ab sofort unter <a href="&#x6d;&#x61;&#105;&#108;to&#x3a;&#x6b;&#x6f;&#110;ta&#x6b;&#x74;&#x40;&#98;&#117;n&#x64;&#x65;&#x73;&#118;&#101;r&#x62;&#x61;&#x6e;&#100;&#45;mo&#x62;&#x69;&#x6c;&#101;-b&#x65;&#x72;&#x61;&#116;&#117;n&#x67;&#x2e;&#x64;&#101;">&#x6b;&#x6f;&#110;t&#x61;&#x6b;&#x74;&#64;b&#x75;&#x6e;&#x64;&#101;s&#x76;&#x65;&#x72;&#98;a&#x6e;&#x64;&#x2d;&#109;o&#x62;&#x69;&#x6c;&#101;-&#x62;&#x65;&#x72;&#97;t&#x75;&#x6e;&#x67;&#46;d&#x65;</a> bestellbar. <a href="http://www.bundesverband-mobile-beratung.de/wp-content/uploads/2019/07/bmb-was-blueht-Ende.pdf" target="_blank">Die PDF-Version der Veröffentlichung ist hier abrufbar</a>. </p></blockquote>



<p>Quelle: <a href="http://www.bundesverband-mobile-beratung.de/2019/07/12/sammelband-was-blueht-dem-dorf-erschienen/" target="_blank">http://www.bundesverband-mobile-beratung.de/2019/07/12/sammelband-was-blueht-dem-dorf-erschienen/</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://mobit.org/was-blueht-dem-dorf/">Sammelband „Was blüht dem Dorf?“ erschienen</a> erschien zuerst auf <a href="https://mobit.org">MOBIT</a>.</p>
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		<item>
		<title>Betroffene und Engagierte brauchen Unterstützung</title>
		<link>https://mobit.org/presseerklaerung/betroffene-und-engagierte-brauchen-unterstuetzung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Jun 2019 18:20:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bundesverband Mobile Beratung]]></category>
		<category><![CDATA[Rechte Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Mobile Beratung in Thüringen]]></category>
		<category><![CDATA[Mobile Beratung]]></category>
		<category><![CDATA[zivilgesellschaftliches Engagement]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesverband Mobile Beratung e.V.]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vorhandene Beratungsstrukturen fördern statt neue Anlaufstellen schaffen Pressemitteilung des Bundesverbands Mobile Beratung: In Berlin hat heute der Bundesinnenminister den Verfassungsschutzbericht für das Jahr&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://mobit.org/presseerklaerung/betroffene-und-engagierte-brauchen-unterstuetzung/">Betroffene und Engagierte brauchen Unterstützung</a> erschien zuerst auf <a href="https://mobit.org">MOBIT</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>
<!--StartFragment--></p>


<h1 class="wp-block-heading">Vorhandene Beratungsstrukturen fördern statt neue Anlaufstellen schaffen </h1>



<h2 class="wp-block-heading"> Pressemitteilung des Bundesverbands Mobile Beratung:</h2>



<p style="text-align:left">In Berlin hat heute der Bundesinnenminister den  Verfassungsschutzbericht für das Jahr 2018 vorgestellt. Seehofer wertet  den Mord an Walter Lübcke in diesem Zusammenhang als „Alarmsignal für  die demokratische Grundordnung“. Immer wieder ist von einer „neuen  Qualität der Gewalt“ zu lesen. Betroffene rechter Gewalt, Geflüchtete,  Menschen die auf „Feindeslisten“ stehen und häufig erst viel zu spät  davon in Kenntnis gesetzt werden sowie engagierte Akteure aus  Zivilgesellschaft, Kommunalpolitik und -verwaltung sehen sich aber  bereits seit vielen Jahren solchen Gefahren ausgesetzt. Die Morde des  NSU und nicht zuletzt die über 190 Todesopfer rechter Gewalt seit 1990  sprechen eine deutliche Sprache. Auch die erneuten Drohungen gegen die  Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker und den Altenaer  Bürgermeister Andreas Hollstein oder die Serie von Angriffen auf  Engagierte in Berlin-Neukölln machen die Notwendigkeit zum Handeln immer  wieder deutlich.</p>



<p>Die über 40 im Bundesverband Mobile Beratung zusammengeschlossenen 
Beratungsteams gegen Rechtsextremismus fordern, die Unterstützung von 
Zivilgesellschaft, Kommunalpolitik und -verwaltung stärker in den Fokus 
der Debatte zu rücken. Rechte Bedrohungen gehören für Menschen, die sich
 vor Ort für eine demokratische Kultur einsetzen, schon lange zum Alltag
 und müssen endlich ernst genommen werden.<em> „Dafür braucht es keine 
Forderungen nach zentralen Beratungsstellen – denn die gibt es seit 20 
Jahren. Diese bestehenden Teams und ihre Dachverbände müssen weiter und 
umfassender unterstützt werden!“, so Heiko Klare, Sprecher des 
Bundesverbands Mobile Beratung.</em></p>



<p><strong>Sicherheitsdebatte greift zu kurz – Engagierte und Betroffene brauchen Unterstützung und Beratung</strong></p>



<p><em>„Aktuell wird vor allem über sicherheitspolitische Aspekte  debattiert“,</em> so Bianca Klose, Sprecherin der Bundesverbands Mobile  Beratung: <em>„Das allein greift aber zu kurz. Wenn wir weiterhin Menschen  ermutigen wollen, angstfrei Position zu beziehen, in ihrem Umfeld  öffentlich zu widersprechen und sich für Demokratie einzusetzen, dann  brauchen diese Menschen professionellen Beistand.“</em></p>



<p>Seit 20 Jahren unterstützen die Mobilen Beratungsteams gegen  Rechtsextremismus und für demokratische Kultur Menschen und  Organisationen, die sich für ein friedliches Zusammenleben einsetzen und  die gegen extrem rechte Akteure aktiv sind. Immer häufiger berichten  Beratungsnehmer*innen den Teams von Drohungen und Angriffen, vermehrt  nutzen auch Betroffene von sogenannten Feindeslisten die Beratung. Die  Strafverfolgung ist dann ein wichtiger Aspekt, aber bei weitem nicht der  Einzige. Zumal auch eine Auseinandersetzung mit rechten Strukturen in  den Sicherheitsbehörden selbst dringend geboten scheint.</p>



<p><strong>Professionelle Beratungsstrukturen ausbauen statt neue Angebote schaffen</strong></p>



<p>Die Mobilen Beratungsteams (MBTs) bieten die dringend benötigte Hilfe
 zur Selbsthilfe im Alltag an und bauen dabei auf langjährige Erfahrung 
und gemeinsame professionelle Arbeitsgrundsätze auf. Mit Hilfe des 
Bundesverbands Mobile Beratung, der 2014 gegründeten fachlichen 
Vernetzung der MBTs in den Ländern, können aktuelle Herausforderungen 
länderübergreifend analysiert und die Herausforderungen und Bedarfe der 
Zivilgesellschaft schnell erkannt werden. Gemeinsam mit den 
spezialisierten Beratungsstellen für Betroffene rechter, rassistischer 
und antisemitischer Gewalt, die im Dachverband VBRG organisiert sind, 
existieren also genau die Beratungsangebote schon, die aktuell von 
Bundespolitiker*innen gefordert werden.</p>



<p><strong>Neue Förderschwerpunkte? Bundesverband als zentrale Anlaufstelle vor dem Aus</strong></p>



<p><em>„Es ist in diesem Zusammenhang unverständlich, warum hier nicht  die Empfehlungen der NSU-Untersuchungsausschüsse umgesetzt werden und  existierende Beratungsstrukturen und Dachverbände besser ausgestattet  werden&#8220;</em>, so Bianca Klose. Stattdessen ist in der Neuauflage des im  BMFSFJ angesiedelten Programms „Demokratie leben!“ die Finanzierung des  Bundesverbands Mobile Beratung und des Dachverbands der  Betroffenenberatung über das Jahresende hinaus nicht gesichert. </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p><em>„Wenn  die Dachverbände als fachliche Impulsgeber und Vernetzungsmöglichkeit  der MBTS und OBTs wegbrechen, leidet darunter vor allem die dringend  notwendige Unterstützung der Engagierten vor Ort“, </em></p><cite> <em>befürchtet Heiko  Klare.</em> </cite></blockquote>



<p>Weitere Informationen zur Situation der Förderung der Dachverbände  BMB, VBRG und BAG AzE finden Sie unter  <a href="http://www.bundesverband-mobile-beratung.de/2019/05/25/in-eigener-sache-starke-beratung-braucht-starke-verbaende/" target="_blank">http://www.bundesverband-mobile-beratung.de/2019/05/25/in-eigener-sache-starke-beratung-braucht-starke-verbaende/</a></p>


<p><!--EndFragment--></p><p>Der Beitrag <a href="https://mobit.org/presseerklaerung/betroffene-und-engagierte-brauchen-unterstuetzung/">Betroffene und Engagierte brauchen Unterstützung</a> erschien zuerst auf <a href="https://mobit.org">MOBIT</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Nach den Wahlen: Angriffe werden stärker – Mobile Beratung bietet Unterstützung</title>
		<link>https://mobit.org/presseerklaerung/nach-den-wahlen-angriffe-werden-starker/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Jun 2019 07:56:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rechtspopulismus]]></category>
		<category><![CDATA[Mobile Beratung in Thüringen]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesverband Mobile Beratung e.V.]]></category>
		<category><![CDATA[Mobile Beratung]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunalwahl]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtsextremismus]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://mobit.org/?post_type=presseerklaerung&#038;p=6292</guid>

					<description><![CDATA[<p>Presseinformation des Bundesverbandes Mobile Beratung e.V. zu den Ergebnissen der Kommunal- und Europawahl Bundesverband Mobile Beratung e.V. (BMB) gibt Übersicht über Ergebnisse der&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://mobit.org/presseerklaerung/nach-den-wahlen-angriffe-werden-starker/">Nach den Wahlen: Angriffe werden stärker – Mobile Beratung bietet Unterstützung</a> erschien zuerst auf <a href="https://mobit.org">MOBIT</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Presseinformation des Bundesverbandes Mobile Beratung e.V. zu den Ergebnissen der Kommunal- und Europawahl </h4>



<p><strong><a href="https://www.bundesverband-mobile-beratung.de/" target="_blank">Bundesverband Mobile Beratung e.V. (BMB)</a> gibt Übersicht über Ergebnisse der EU- und Kommunalwahlen aus seiner Perspektive</strong></p>



<p>Der BMB ist als Dach- und Fachverband von ca. 150 Mobilen  Berater*innen mit 36 Trägerstrukturen Mobiler Beratung gegen  Rechtsextremismus in allen Bundesländern vertreten. Seit 25 Jahren wird  in Deutschland Kommunalberatung zur Auseinandersetzung mit  Rechtsextremismus, Rechtspopulismus, Rassismus und menschenverachtenden  Einstellungen angeboten und sukzessive weiterentwickelt. Wir begleiten  Bürger*innen dabei Wege zu finden, wie Demokratie und Menschenrechte in  ihrem Lebens- und Berufsumfeld gestärkt werden können. </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>„Das ist gerade  in Zeiten, da rechte Diskurse aus der Mitte der Gesellschaft befeuert  werden und damit verbunden eine Normalisierung von Rassismus und  Rechtspopulismus voranschreitet, von vitalem gesellschaftlichen  Interesse“ </p><cite>   Grit Hanneforth, Sprecherin im BMB  </cite></blockquote>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>„Unsere  Arbeit ist eine unverzichtbare Ressource für alle, die den aktuellen  Rechtsruck der Gesellschaft nicht hinnehmen wollen und denen an einer  demokratischen Alltagskultur auf Grundlage der unveräußerlichen  Menschenrechte gelegen ist.“</p><cite> Grit Hanneforth, Sprecherin im BMB </cite></blockquote>



<p>Aus dieser Perspektive werfen wir nachfolgend einen analysierenden 
Blick auf die mit den Wahlerfolgen der AfD bei den Europawahlen und den 
Kommunalwahlen in 10 Bundesländern verbundenen gesellschaftlichen 
Entwicklungen. Darüber hinaus stellen wir eine Übersicht zu den 
Wahlergebnissen für sieben Bundesländer, in denen auch kommunal gewählt 
wurde, aus der Perspektive der zuständigen Beratungsteams zur Verfügung.
 Mit Bezug zu den EU- und Kommunalwahlen lässt sich folgendes 
länderübergreifend feststellen:</p>



<p>Die Wahlbeteiligung ist erfreulicherweise gestiegen und spiegelt eine
 gestärkte Aufmerksamkeit der Bürger*innen für politische Debatten. Die 
Wahlergebnisse zeigen in allen Bundesländern erhebliche Verluste bei den
 ehemaligen großen Volksparteien und eine erhebliche Differenz zwischen 
den Zustimmungswerten für die AfD in Ost- und Westdeutschland. Die AfD 
konnte ihr Ergebnis bei den EU-Wahlen bundesweit von 7,1 auf 11 Prozent 
steigern und hat sich auf kommunaler Ebene weiter etabliert. In Sachsen 
und Brandenburg wurde die AfD bei der Europawahl stärkste Kraft, in 
Thüringen belegt sie knapp hinter der CDU Platz zwei. Diese 
Wahlergebnisse werden der AfD Schwung für die anstehenden Landtagswahlen
 in diesen drei ostdeutschen Bundesländern geben.</p>



<p>Die ihr somit zur Verfügung stehenden Ressourcen wird die AfD nutzen,  um als politische Gegner markierte Gruppierungen und  Bevölkerungsgruppen sowie Religionsgemeinschaften, Verbände und  öffentlichrechtliche Medien noch massiver unter Druck setzen als  bisher. Diese Prognose lässt sich mit Forderungen aus dem sogenannten  „Regierungsprogramm“ der sächsischen AfD nach dem Wahlsonntag erhärten,  die so oder ähnlich auch in anderen Bundesländern erhoben werden: So  will die AfD Geldleistungen für Asylbewerber*innen auf Sachleistungen  umstellen, die freie Kunst- und Kulturszene finanziell beschränken und  stattdessen „identitätsstiftende“ Kultur als „Spiegel des  Selbstverständnisses der sächsischen Bürger“ fördern. Ähnlich verhält es  sich mit der Förderung der Jugendhilfe. Der AfD politisch nicht genehme  Träger sollen von einer Förderung ausgeschlossen werden.</p>



<p>Der Stimmenzuwachs bei der AfD führt in allen Ländern zu herben  Verlusten für neonazistische Parteien. So verlor der letzte  NPD-Abgeordnete im EU-Parlament, Udo Vogt, sein Mandat. Gleichzeitig  finden wir in unterschiedlicher Ausprägung zahlreiche extrem rechte  Kandidat*innen auf den Listen der AfD.<br> Auch wenn sich der Blick in Sachsen, Brandenburg und Thüringen nun auf  die kommenden Landtagswahlen richtet, ist der Fokus auf die kommunale  Ebene ebenso wichtig: Die Stimmenverluste von CDU und SPD und der  teilweise massive Stimmenzuwachs der AfD in ostdeutschen Kommunen  fordert die Gemeinde- und Stadträte und Kreistage deutlicher heraus als  bisher: Nicht nur die Anträge der AfD zu den Themen Flucht und Asyl,  Kunst und Kultur sowie Jugendarbeit müssen sensibel beobachtet und durch  parlamentarische Mehrheiten von Demokrat*innen zurückgewiesen werden.  Ebenso herausfordernd ist es, dass kommunale Gremien, aber auch bspw.  Partnerschaften für Demokratie des Bundesprogrammes „Demokratie leben!“,  zukünftig von AfD-Politiker*innen massiver als bisher mitbestimmt  werden können.</p>



<p>Zivilgesellschaftliche Bündnisse, alternative Jugendkultur und die 
inhaltliche Auseinandersetzung mit Rassismus, Antisemitismus und anderen
 menschenverachtenden Einstellungen in den Regionen sind damit stark 
gefährdet. Das Wahlergebnis ist eine Katastrophe für Menschen die von 
Rassismus, Homophobie oder anderen Diskriminierungen betroffen sind und 
in Deutschland ihre Heimat haben.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Thüringen</h2>



<p>Insgesamt ist deutlich zu sehen, dass überall dort, wo die AfD ihre  Höchstwerte erreichen konnte, die klassischen Neonazi-Parteien deutlich  an Wähler*innenstimmen verloren haben – das Auftreten der AfD hat somit  zum Ausbluten der klassischen Neonazi-Parteien geführt. Im Vergleich zu  klassischen Neonazi Parteien, welche durch eine höhere Wahlbeteiligung  in der Gesamtbetrachtung Prozente verlieren, gewinnt die AfD zudem  dadurch an Stimmen.</p>



<p>Eine ausführlichere Zusammenfassung findet sich in unserem Blogartikel <a href="https://mobit.org/wahlergebnisse-2019/">&#8222;Rechts und ganz weit rechts: Die Wahlergebnisse in Thüringen&#8220;</a></p>



<p>Der Bundesverband Mobile Beratung e.V. (BMB) dokumentiert zudem eine Zusammenfassung der Wahlergebnisse der anderen Bundesländer auf seiner <a href="https://www.bundesverband-mobile-beratung.de/2019/06/06/nach-den-wahlen-angriffe-werden-staerken-mobile-beratung-bietet-unterstuetzung/" target="_blank">Homepage</a>.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://mobit.org/presseerklaerung/nach-den-wahlen-angriffe-werden-starker/">Nach den Wahlen: Angriffe werden stärker – Mobile Beratung bietet Unterstützung</a> erschien zuerst auf <a href="https://mobit.org">MOBIT</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Überprüfung von Demokratieprojekten ist verfassungsrechtlich bedenklich und nicht verhältnismäßig</title>
		<link>https://mobit.org/presseerklaerung/ueberpruefung-von-demokratieprojekten-bedenklich-und-nicht-verhaeltnismaessig/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[mobit1]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Jun 2018 09:09:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mobit e.V.]]></category>
		<category><![CDATA[Mobile Beratung in Thüringen]]></category>
		<category><![CDATA[zivilgesellschaftliches Engagement]]></category>
		<category><![CDATA[Zivilcourage]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesverband Mobile Beratung e.V.]]></category>
		<category><![CDATA[Verfassungsschutz]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Juristisches Gutachten belegt: Überprüfung von Demokratieprojekten ist verfassungsrechtlich bedenklich und nicht verhältnismäßig Verbände fordern vertrauensvolle Zusammenarbeit auf Basis von Qualitätsstandards statt intransparenter Prüfung&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://mobit.org/presseerklaerung/ueberpruefung-von-demokratieprojekten-bedenklich-und-nicht-verhaeltnismaessig/">Überprüfung von Demokratieprojekten ist verfassungsrechtlich bedenklich und nicht verhältnismäßig</a> erschien zuerst auf <a href="https://mobit.org">MOBIT</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>Juristisches Gutachten belegt:<br />
Überprüfung von Demokratieprojekten ist<br />
verfassungsrechtlich bedenklich und nicht verhältnismäßig</h2>
<h3>Verbände fordern vertrauensvolle Zusammenarbeit auf Basis von Qualitätsstandards<br />
statt intransparenter Prüfung durch Geheimdienste</h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Sicherheitsüberprüfung von Demokratieprojekten durch Verfassungsschutzämter ist mit dem Verfassungsrecht nicht vereinbar. Zu diesem Ergebnis kommt ein von einem breiten Bündnis zivilgesellschaftlicher Initiativen – u.a. Bundesverband Mobile Beratung e.V. (BMB), Verband der Beratungsstellen für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt e.V. (VBRG), Bundesarbeitsgemeinschaft Demokratieentwicklung (BAGD) sowie von betroffenen Trägern aus Hessen, darunter die Bildungsstätte Anne Frank, in Auftrag gegebenes juristisches Gutachten. Die Verbände fordern, die Förderung von Vereinen und Initiativen nicht an geheimdienstlichen Informationen von Verfassungsschutzämtern festzumachen. Vielmehr sollen Bund und Länder die Förderung an die gemeinsam mit den Bundesländern vereinbarten Qualitätsstandards sowie der bei Antragstellung vorliegenden Konzepte, Anträge und Verwendungsnachweise knüpfen.<br />
Die Berliner Rechtsanwältin Dr. Anna Luczak, die das wissenschaftliche Gutachten erstellt hat, betont: „Die Grundrechtseingriffe, die einer Überprüfung und Versagung von Förderung aufgrund von Speicherungen beim Verfassungsschutz zugrunde liegen, sind verfassungsrechtlich nicht zu rechtfertigen. Sie sind auch nicht verhältnismäßig.“<br />
„Trägervereine und Mitarbeitende in Beratungsstellen sowie in der politischen Bildung sehen sich aktuell einem Misstrauen ausgesetzt, das sie nicht nachvollziehen können. Es ist völlig intransparent, was über wen und warum von welchen Verfassungsschutzämtern gespeichert wird. Von diesen Überprüfungen dürfen weder Förderung noch Personalien abhängen“, sagt Timo Reinfrank, Geschäftsführer der Amadeu Antonio Stiftung, als Sprecher der BAGD, einem bundesweiten Zusammenschluss von Initiativen, die sich für eine demokratische Kultur im Gemeinwesen und gegen Rechtsextremismus einsetzen.<br />
„Dass mittlerweile Menschen, die sich für Demokratie einsetzen, zunehmend als Extremisten verdächtigt und damit als Gefahr angesehen werden, zeigt, wie sehr der Diskurs durch Rechtspopulisten verschoben wurde“ sagt Bianca Klose, Sprecherin des BMB e.V. und Leiterin der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin. „Es ist absurd, wenn für unsere Teams jetzt offenbar die gleichen Zuverlässigkeitsüberprüfungen gelten sollen, wie sie für Beschäftigte in Atomkraftwerken oder der Flugsicherheit angelegt werden.“ Mehr als 40 Mobile Beratungsteams in ganz Deutschland sind in dem Verband vernetzt.<br />
Die Verbände und Träger bekräftigen daher ihre Forderung nach einem sofortigen Ende der umstrittenen Praxis: „Diese geheimdienstlichen Überprüfungen müssen beendet werden. Die Mitarbeitenden und die Vereine werden dadurch in unzulässiger Weise in ihren Grundrechten beschränkt“, sagt Robert Kusche, Vorstandsmitglied des VBRG e.V., in dem bundesweit dreizehn unabhängige Beratungsstellen für Opfer rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt zusammengeschlossen sind. „Wir unterstützen seit knapp zwei Jahrzehnten erfolgreich und professionell Betroffene rechter und rassistischer Gewalt sowie viele unterschiedliche Menschen in ihrem Engagement für Demokratie und Menschenrechte auf der Basis transparenter Standards und Leitlinien. Es gibt keinen Anlass und keine sachliche Grundlage für eine geheimdienstliche Überprüfung unserer Arbeit.“</p>
<p>Eine Zusammenfassung des Gutachtens sowie dessen vollständige Fassung (48 Seiten), können Sie hier als PDF herunterladen:<br />
<a href="http://www.bundesverband-mobile-beratung.de/wp-content/uploads/2018/06/2018-06-14-Zusammenfassung-Gutachten-BMB-VBRG-BAGD-1.pdf" target="_blank">Zusammenfassung des Gutachtens (als PDF)</a><br />
<a href="http://www.bundesverband-mobile-beratung.de/wp-content/uploads/2018/06/2018-06-14-Gutachten-BMB-VBRG-BAGD.pdf" target="_blank">Komplettes Gutachten (als PDF)</a></p>
<p>Für Rückfragen zum Gutachten steht Ihnen der Pressesprecher des Bundesverbands Mobile Beratung, Heiko Klare, zur Verfügung:<br />
Telefon: 02 51/492-71 09<br />
Mail: k&#108;&#x61;&#x72;&#x65;&#64;&#98;&#117;&#x6e;&#x64;e&#115;&#118;&#x65;&#x72;ba&#110;&#x64;&#x2d;&#x6d;o&#98;&#x69;&#x6c;&#x65;-&#98;&#101;&#x72;&#x61;t&#117;&#110;&#x67;&#x2e;de</p>
<p>Zum Hintergrund:<br />
Ende 2017 kündigte die schwarz-grüne Landesregierung in Hessen an, künftig alle geförderten Demokratievereine vom Verfassungsschutz durchleuchten zu lassen. Erst nach breiten Protesten wurde die Ankündigung zurückgezogen.<br />
http://m.fr.de/rhein-main/landespolitik/extremismus-ueberpruefung-erfolgreicher-aufschrei-a-1406805<br />
Mitte Mai wurde überraschend bekannt, dass seit 2004 bundesweit bereits 51 Demokratieprojekte vom Verfassungsschutz überprüft wurden. Das geht aus der Antwort auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag hervor.<br />
http://dipbt.bundestag.de/doc/btd/19/020/1902086.pdf</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Stellungnahme zur Überprüfung von Demokratieprojekten durch den Verfassungsschutz</title>
		<link>https://mobit.org/presseerklaerung/stellungnahme-zur-ueberpruefung-von-demokratieprojekten-durch-den-verfassungsschutz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[mobit1]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 May 2018 10:30:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mobit e.V.]]></category>
		<category><![CDATA[Mobile Beratung in Thüringen]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesverband Mobile Beratung e.V.]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtsextremismus]]></category>
		<category><![CDATA[zivilgesellschaftliches Engagement]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„Geheimdienstliche Überprüfung von Demokratieprojekten stärkt extreme Rechte und schwächt demokratische, solidarische Prozesse vor Ort.“ Bundesverbände fordern sofortige Einstellung dieser Praxis und Rückkehr zu&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://mobit.org/presseerklaerung/stellungnahme-zur-ueberpruefung-von-demokratieprojekten-durch-den-verfassungsschutz/">Stellungnahme zur Überprüfung von Demokratieprojekten durch den Verfassungsschutz</a> erschien zuerst auf <a href="https://mobit.org">MOBIT</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5><strong>„Geheimdienstliche Überprüfung von Demokratieprojekten stärkt extreme Rechte und schwächt demokratische, solidarische Prozesse vor Ort.“</strong><br />
Bundesverbände fordern sofortige Einstellung dieser Praxis und Rückkehr zu vertrauensvoller Zusammenarbeit.</h5>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://www.bundesverband-mobile-beratung.de/wp-content/uploads/2018/05/2018-05-17-Stellungnahme_BMB_VBRG_Überprüfungen_Demokratieprojekte-1.pdf" target="_blank">Zur Stellungnahme als PDF-Version auf der Homepage des Bundesverbandes Mobile Beratung</a></p>
<p>Die Bundesverbände der <a href="http://www.bundesverband-mobile-beratung.de/2018/05/17/stellungnahme-zur-ueberpruefung-von-demokratieprojekten-durch-den-verfassungsschutz/" target="_blank">Mobilen Beratung (BMB e.V.)</a> und der unabhängigen Opferberatungsstellen für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt (VBRG) kritisieren die Ausforschung von Demokratieprojekten durch den Verfassungsschutz, die erst jetzt durch eine parlamentarische Anfrage im Bundestag bekannt wurden: <strong>„Wir fordern die sofortige Einstellung der geheimdienstlichen Überprüfung der Demokratieprojekte“,</strong> so Heiko Klare vom BMB e.V. Das Bundesamt für Verfassungsschutz hat offenbar allein in den letzten drei Jahren mehr als 50 Projektträger des vom Bundesfamilienministerium geförderten Bundesprogramms „Demokratie leben!“ „anlassbezogen einer Überprüfung auf mögliche verfassungsschutzrelevante Erkenntnisse unterzogen“ (vgl. Antwort der Bundesregierung auf Kleine Anfrage der Linksfraktion BT-Drs. 19/1668 vom 17. April 2018).</p>
<p>Weder die betroffenen Träger noch deren Mitarbeiter*innen hatten Kenntnis davon, dass sie Ziel von geheimdienstlichen Maßnahmen waren, noch wurde ihnen eine Möglichkeit zur Stellungnahme eingeräumt.  Die geheimdienstlichen Überprüfungen fanden mehrheitlich bereits während der Antragsverfahren der Projektträger statt. Die derzeitige Antwort an das Parlament lässt offen, ob aufgrund der Prüfungen Projektanträge nicht bewilligt wurden. Darüber hinaus bleibt unklar, welche ‚Anlässe’ zur Überprüfung von Projektträgern führen, welche Rechtsgrundlage und welche Kriterien einer solchen Prüfung zu Grunde liegen und in welcher Form das Bundesamt für Verfassungsschutz Informationen gesammelt und weitergeleitet hat.</p>
<p>Die beiden Bundesverbände, in denen insgesamt 47 Mobile Beratungsteams und 13 unabhängige Opferberatungsstellen zusammengeschlossen sind, sehen in der Überprüfung von mehr als 50 Projektträgern einen weiteren Ausdruck des grundsätzlichen Misstrauens gegenüber denjenigen, die sich für Opfer rechter Gewalt und gegen Rechtsextremismus und Rechtspopulismus einsetzen. Dies spielt den Gegner*innen der Demokratie in die Hände. Das Misstrauen gegenüber den Trägern dieser dringend notwendigen demokratischen Beratungs- und Präventionsarbeit muss aufgegeben und die Arbeit endlich wieder wertgeschätzt werden. <strong>„Wir fordern vom Bundesfamilienministerium eine vollständige Offenlegung der Rechtsgrundlage für diese von Misstrauen statt Vertrauen und Respekt bestimmte Praxis gegen Projekte, die oft mit dem Rücken zur Wand demokratische Werte verteidigen“, sagt Robert Kusche vom VBRG</strong>.</p>
<p>Schon anlässlich der Ende 2017 in Hessen geplanten so genannten „Sicherheitsüberprüfung“ durch das Landesamt für Verfassungsschutz in Hessen für Träger der „Extremismusprävention“ hatten die Verbände dieses behördliche Misstrauen kritisiert. Aus Sicht der Bundesverbände entspricht das Vorgehen nicht dem Verhältnismäßigkeitsprinzip. Gerade das Engagement der kleinen und großen Träger, die sich vor Ort für Demokratie einsetzen, ist für die gesellschaftliche Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus, Rassismus, Antisemitismus und anderen Ungleichwertigkeitsvorstellungen unverzichtbar.</p>
<p>„<strong>Ob ein Träger oder Projekt förderfähig ist, darf nicht durch das Bundesamt für Verfassungsschutz entscheiden, sondern muss an Qualitätsstandards festgemacht werden,“ sagt Heiko Klare vom BMB. </strong>„Die beiden Bundesverbände haben daher gemeinsam mit Aktion Sühnezeichen Friedensdienste e.V. und anderen großen zivilgesellschaftlichen Trägern ein juristisches Gutachten zur Frage der Verknüpfung staatlicher Förderleistungen mit geheimdienstlichen Überprüfungen der geförderten Träger und deren Mitarbeiter*innen in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse werden wir zeitnah zur Verfügung stellen.“</p>
<p>&nbsp;</p>
<h5><strong>Hintergrund:</strong></h5>
<ul>
<li>Anfrage der Fraktion „Die Linke“ im Bundestag:  <a href="http://dipbt.bundestag.de/doc/btd/19/016/1901668.pdf" target="_blank">http://dipbt.bundestag.de/doc/btd/19/016/1901668.pdf</a></li>
<li>Antwort der Bundesregierung auf die Anfrage: <a href="http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/19/020/1902086.pdf" target="_blank">http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/19/020/1902086.pdf</a></li>
<li>Bericht der taz zum Vorgang:<br />
<a href="http://www.taz.de/Verfassungsschutz-ueberpruefte-NGOs/!5506316/" target="_blank">http://www.taz.de/Verfassungsschutz-ueberpruefte-NGOs/!5506316/</a></li>
</ul>
<h5><strong>Ansprechpartner:</strong></h5>
<p><strong>Verband der Beratungsstellen für Opfer rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt  </strong><br />
Robert Kusche, Vorstand (VBRG e.V.)<br />
0176-23562761<br />
<a href="&#x6d;&#x61;&#105;&#108;&#116;o&#x3a;&#x72;&#x2e;&#107;&#117;sc&#x68;&#x65;&#x40;&#118;&#101;r&#x62;&#x61;&#x6e;&#100;&#45;&#98;r&#x67;&#x2e;&#x64;&#101;"> r&#46;&#107;&#117;&#115;&#99;&#x68;&#x65;&#x40;&#x76;&#x65;&#x72;&#x62;and-&#98;&#114;&#103;&#46;&#100;&#x65;<br />
</a> <a href="http://www.verband-brg.de" target="_blank">www.verband-brg.de</a></p>
<p><strong>Bundesverband Mobile Beratung e.V. </strong><br />
Heiko Klare, Mitglied des Sprecher_innenkreises und Regionalbüro Münster<br />
0251-4927109<br />
<a href="&#x6d;&#x61;&#x69;&#x6c;&#x74;&#x6f;&#x3a;&#x6b;&#108;&#97;&#114;&#101;&#64;&#98;&#117;ndes&#x76;&#x65;&#x72;&#x62;&#x61;&#x6e;&#x64;&#x2d;&#x6d;&#111;&#98;&#105;&#108;&#101;&#45;&#98;erat&#x75;&#x6e;&#x67;&#x2e;&#x64;&#x65;"> &#x6b;l&#97;&#x72;&#101;&#x40;b&#x75;n&#100;&#x65;&#115;&#x76;e&#x72;&#x62;&#97;&#x6e;d&#x2d;m&#111;&#x62;&#105;&#x6c;e&#x2d;b&#101;&#x72;&#97;&#x74;u&#110;&#x67;&#46;&#x64;e</a><br />
<a href="http://www.bundesverband-mobile-beratung.de" target="_blank"> www.bundesverband-mobile-beratung.de</a></p>
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		<title>Die Lage ist ernst! Die Arbeit gegen Rechtsextremismus stärken – Demokratiefördergesetz umsetzen!</title>
		<link>https://mobit.org/die-lage-ist-ernst-die-arbeit-gegen-rechtsextremismus-staerken-demokratiefoerdergesetz-umsetzen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[mobit1]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 Sep 2017 13:10:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mobile Beratung in Thüringen]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtsextremismus]]></category>
		<category><![CDATA[zivilgesellschaftliches Engagement]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesverband Mobile Beratung e.V.]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Positionspapier des Bundesverbands Mobile Beratung e.V. zur Bundestagswahl Die Lage ist ernst. Die Übergriffe auf Geflüchtete und ihre Unterkünfte, aber auch Drohungen und&#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Positionspapier des Bundesverbands Mobile Beratung e.V. zur Bundestagswahl</strong></em></p>
<p>Die Lage ist ernst. Die Übergriffe auf Geflüchtete und ihre Unterkünfte, aber auch Drohungen und Hetze im Netz, Anfeindungen und tätliche Angriffe gegenüber Helfenden und (Kommunal-)Politiker_innen verunsichern Engagierte im ganzen Land. Wir dokumentieren das Positionspapier des Bundesverbands Mobile Beratung.<br />
Die Zivilgesellschaft muss sich mit Demonstrationen, Propaganda und Raumergreifungsstrategien von Neonazis auseinandersetzen. Gleichzeitig verroht das gesellschaftliche Klima zusehends. Rechtspopulistische Stimmungsmache gegen „die da oben“ und „die Anderen“ polarisiert die Debatten und hat Auswirkungen auf das Zusammenleben der Menschen vor Ort.</p>
<h5>Mobile Beratung – „Hilfe zur Selbsthilfe“ seit 25 Jahren</h5>
<p>Mobile Beratung unterstützt vor Ort demokratische Initiativen, Institutionen, Parteien und Einzelpersonen, die sich für die Stärkung einer menschenrechtsorientierten demokratischen Kultur einsetzen. Dieser innovative, mehrfach positiv evaluierte Beratungsansatz macht die Perspektiven und Potenziale demokratisch Engagierter sowie Betroffener zum Ausgangspunkt sozialräumlicher Handlungsstrategien und hat sich damit in den vergangenen 25 Jahren zum nachhaltigsten Präventions- und Interventionsansatz in der Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus in Deutschland entwickelt. Inzwischen gibt es in allen 16 Bundesländern Mobile Beratungsteams (MBTs), die mit ihren umfassenden und passgenauen Beratungs- und Qualifizierungsangeboten, ihrer menschenrechtsorientierten Haltung und ihrem spezifischen Blick auf Ressourcen und Selbstwirksamkeitspotenziale im Gemeinwesen für viele zivilgesellschaftliche Akteure in Städten und Gemeinden zu einem unersetzlichen Partner geworden sind.</p>
<h5>Neuordnung der Förderung – mit „Nachdruck“?</h5>
<p>Im Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD aus dem Jahr 2013 machen sich die regierenden Parteien die Empfehlungen des ersten NSU-Untersuchungsausschusses des Bundestages zu eigen . Darin heißt es, dass die „Mobilen Beratungsteams gegen Rechtsextremismus [sich] als extrem wirksam erwiesen“ haben und dass der Ausschuss „sich mit Nachdruck für eine Neuordnung der Förderung“ ausspricht, die „für Verlässlichkeit sorgt und Planungssicherheit bietet“ . In der nun endenden Legislaturperiode ist diese „Neuordnung“ in Form eines Demokratiefördergesetzes allerdings nicht umgesetzt worden. Zwar sind die Mittel im Bundesprogramm „Demokratie leben!“ um ein Vielfaches aufgestockt worden, aber nur wenig Mittel flossen tatsächlich in die etablierten Strukturen, die sich durch langjährige Fachexpertise auszeichnen. Nach wie vor arbeiten die Mitarbeiter_innen in befristeten Arbeitsverhältnissen, die Förderung erfolgt trotz längerer Programmlaufzeiten noch immer jährlich. Die Verlässlichkeit der Arbeit gegenüber den Beratungsnehmenden geht zu Lasten der angestellten Berater_innen, die sich mit viel persönlichem Engagement in die Arbeit einbringen.</p>
<h5>Zentrale Forderungen des Bundesverbands Mobile Beratung im Bundestagswahljahr</h5>
<p>Erfahrene Mitarbeiter_innen von MBTs aus ganz Deutschland gründeten 2014 den Bundesverband Mobile Beratung e.V. Er baut auf der langjährigen, selbstorganisierten Vernetzung von Berater_innen seit 2009 auf und vertritt Mobile Beratungsteams aus allen Bundesländern, die sich gemeinsamen fachlichen Grundsätzen verschrieben haben . Vor dem Hintergrund der beschriebenen gesellschaftlichen Herausforderungen und der bisher nicht eingelösten Empfehlungen des NSU-Untersuchungsausschusses des Bundes weist der Bundesverband auf notwendige politische Schritte in der Umsetzung einer „Neuordnung“ der Förderung des Engagements gegen Rechtsextremismus hin:</p>
<p>(1) Eine neue Ausrichtung der Förderung kann sich nicht nur an Haushaltstiteln oder Verwal-tungsvorschriften festmachen. <strong>Es braucht ein „Demokratiefördergesetz“ des Bundes, das Rahmen und grundlegende Strukturen festlegt</strong>, das Engagement des Bundes verstetigt und Probleme in der föderalen Zusammenarbeit löst. An der Entwicklung eines solchen Gesetzes muss der Bundesverband Mobile Beratung als Interessenvertretung der MBTs beteiligt werden. Die konkrete Arbeit in den Regionen darf nicht länger von politischen Konjunkturen und dem jährlichen Rhythmus von Mittelbeantragung, -abruf und -verwendungsnachweis geprägt sein.</p>
<p>(2) Die konkreten Probleme müssen dabei benannt werden: <strong>es geht um Rechtsextremismus, Rassismus, Antisemitismus und andere Ungleichwertigkeitsvorstellungen</strong>. Schon jetzt zielen die Bundesprogramme auch auf andere Phänomene. Die langjährige Beratungspraxis und die wissenschaftliche Auseinandersetzung zeigen allerdings deutlich, dass unterschiedliche gesellschaftspolitische Herausforderungen auch unterschiedliche Konzepte der Bearbeitung benötigen. Dieser Differenzierung von Ansätzen und Konzepten und die Benennung der jeweiligen Phänomene muss bei der Erarbeitung eines Bundesgesetzes Rechnung getragen werden.</p>
<p>(3) Die Mobilen Beratungsteams bilden – gemeinsam mit den Beratungsstellen für Betroffene rechter Gewalt sowie der Antidiskriminierungsberatung die zentrale Struktur für die Unter-stützung demokratischer Akteur_innen vor Ort. <strong>Deswegen müssen die Mobilen Beratungsteams komplementär zu den genannten Beratungsstrukturen Teil eines Bundesgesetzes und als solche auch explizit benannt werden</strong>.</p>
<p>(4) Ziel der Verstetigung Mobiler Beratung im Rahmen des Demokratiefördergesetzes muss die <strong>langfristige und strukturelle Förderung der Beratungsteams</strong>, unabhängig von den jeweiligen parteipolitischen Konstellationen in den Ländern, sein. Die teils prekär ausgestatteten MBTs in den westdeutschen Bundesländern müssen so gefördert werden, dass sie die formulierten Qualitätsstandards einhalten beziehungsweise festigen können. Die MBTs müssen zudem bundesweit in die Lage versetzt werden, die erarbeiteten Standards halten und auf neue Herausforderungen angemessen reagieren zu können.</p>
<p>(5) Angesichts der Zunahme von Anfeindungen und tätlichen Angriffen müssen auch die Bera-tungseinrichtungen selbst in die Lage versetzt werden, ihren Mitarbeiter_innen grundsätzlichen <strong>Schutz bei ihrer Arbeit zu gewähren</strong>. Um ihre Sicherheitsmaßnahmen der verschlechterten Sicherheitslage anpassen zu können, brauchen die Träger der MBTs dringend zusätzliche finanzielle Mittel.</p>
<p><strong>Bundesverband Mobile Beratung e.V.</strong><br />
Der Sprecher_innenkreis,<br />
Dresden/Berlin/Münster/Halle im September 2017</p>
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			</item>
		<item>
		<title>NGOs begrüßen Forderung des NSU-Untersuchungsausschuss nach Verstetigung der Förderung von zivilgesellschaftlichen Initiativen</title>
		<link>https://mobit.org/presseerklaerung/forderung-nach-verstetigung-der-foerderung-von-zivilgesellschaftlichen-initiativen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mobit_Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Jun 2017 13:24:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mobit e.V.]]></category>
		<category><![CDATA[Mobile Beratung in Thüringen]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesverband Mobile Beratung e.V.]]></category>
		<category><![CDATA[Pressemitteilung]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtsextremismus]]></category>
		<category><![CDATA[zivilgesellschaftliches Engagement]]></category>
		<category><![CDATA[rechte Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtspopulismus]]></category>
		<category><![CDATA[NSU]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://mobit.org/?post_type=presseerklaerung&#038;p=1485</guid>

					<description><![CDATA[<p>Engagement für eine demokratische Gesellschaft braucht Demokratiefördergesetz Pressemitteilung der Bundesarbeitsgemeinschaft Demokratieentwicklung (BAGD), 27.06.2017 In seinem Abschlussbericht hat sich der 2. NSU-Untersuchungsausschuss des Bundestags&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://mobit.org/presseerklaerung/forderung-nach-verstetigung-der-foerderung-von-zivilgesellschaftlichen-initiativen/">NGOs begrüßen Forderung des NSU-Untersuchungsausschuss nach Verstetigung der Förderung von zivilgesellschaftlichen Initiativen</a> erschien zuerst auf <a href="https://mobit.org">MOBIT</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Engagement für eine demokratische Gesellschaft braucht Demokratiefördergesetz</strong><br />
<em>Pressemitteilung der Bundesarbeitsgemeinschaft Demokratieentwicklung (BAGD), 27.06.2017</em></p>
<p>In seinem Abschlussbericht hat sich der 2. NSU-Untersuchungsausschuss des Bundestags für eine Verstetigung der Förderung von zivilgesellschaftlichen Projekten und Initiativen gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus ausgesprochen.</p>
<p>Die Bundesarbeitsgemeinschaft Demokratieentwicklung (BAGD) schließt sich der Forderung an und ruft die Bundesregierung zur Verabschiedung eines Demokratiefördergesetzes auf.</p>
<p>Die Forderung ist Teil eines kürzlich verabschiedeten Positionspapiers der BAGD in Reaktion auf erstarkenden Rechtsextremismus und Rechtspopulismus. Diesen gesellschaftlichen Herausforderungen kann nur mit langfristig abgesicherten Strukturen wirksam begegnet werden.</p>
<p>Die drei zentralen Forderungen lauten:</p>
<ul>
<li>Verabschiedung eines Demokratiefördergesetzes zur Verstetigung von Demokratieprojekten:<br />
Die bisherige Förderpraxis des Bundes ist jährlich begrenzt. Für die Projekte bedarf es einer stabilen Grundlage, die mehr Nachhaltigkeit und Planungssicherheit schafft.</li>
<li>Konsequente Auseinandersetzung mit Rechtspopulismus im Rahmen der Förderung:<br />
Insbesondere rechtspopulistische Organisationen und Parteien verbreiten gezielt Falschmeldungen und Gerüchte, um den gesellschaftlichen Diskurs nach rechts zu verschieben. Diese Stimmung trägt auch zur Legitimierung rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt bei.</li>
<li>Bundesweites Bleiberecht für Opfer rassistischer Gewalt:<br />
Von rassistischer Gewalt betroffene Menschen ohne sicheren Aufenthaltstitel sind im Straf- und Ermittlungsverfahren deutlich schlechter gestellt als andere Betroffene von Straftaten. Im Fall einer Abschiebung kann diese Personengruppe verbriefte Rechte nicht mehr wahrnehmen.</li>
</ul>
<p>Ausführungen zu den einzelnen Punkten finden sich im Positionspapier, das unter folgendem Link abgerufen werden kann: <a href="http://www.amadeu-antonio-stiftung.de/bagd" target="_blank">http://www.amadeu-antonio-stiftung.de/bagd</a></p>
<p>Kontakt für Rückfragen:<br />
Robert Kusche &amp; Timo Reinfrank für die BAGD<br />
030/240 886 16 | &#114;&#x6f;&#98;&#x65;&#114;&#x74;&#46;&#x6c;&#117;&#x65;&#100;&#x65;&#99;&#x6b;&#101;&#x40;&#97;&#x6d;&#97;&#x64;&#101;&#x75;&#45;&#x61;&#110;&#x74;&#111;&#x6e;&#105;&#x6f;&#45;&#x73;&#116;&#x69;&#102;&#x74;&#117;&#x6e;&#103;&#x2e;&#100;&#x65;</p>
<p><strong>Zur Bundesarbeitsgemeinschaft Demokratieentwicklung:</strong><br />
<em>Die Bundesarbeitsgemeinschaft Demokratieentwicklung ist eine unabhängige und bundesweite Vernetzungs- und Kommunikationsplattform für Initiativen, die sich für eine demokratische Kultur im Gemeinwesen und gegen Rechtsextremismus einsetzen. Der Bundesverband Mobile Beratung e.V. ist Teil der Arbeitsgemeinschaft</em>.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://mobit.org/presseerklaerung/forderung-nach-verstetigung-der-foerderung-von-zivilgesellschaftlichen-initiativen/">NGOs begrüßen Forderung des NSU-Untersuchungsausschuss nach Verstetigung der Förderung von zivilgesellschaftlichen Initiativen</a> erschien zuerst auf <a href="https://mobit.org">MOBIT</a>.</p>
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