MOBIT e.V. veröffentlicht Studie über Rechtspopulismus in Europa und die „Alternative für Deutschland“ (AfD)

12.08.2014

Bei den Wahlen zum Europaparlament am 25. Mai 2014 war der Schrecken über die hohen Wahlergebnisse von extrem rechten und rechtspopulistischen Parteien groß. In Deutschland fehlt bislang eine klar rechtspopulistische Partei, die ein hohes Wählerpotenzial mobilisieren kann. In der von MOBIT herausgegebenen Studie „Rechtspopulismus in Europa und die rechtspopulistische Lücke in Deutschland" von Alexander Häusler und Rainer Roeser analysieren die Autoren die Wahlergebnisse und werfen die Frage auf, ob die „Alternative für Deutschland“ (AfD) diese Lücke füllen kann.
Die „Alternative für Deutschland“ erhielt bei der Europawahl 2014 7% der Stimmen. Dennoch wissen viele nicht, wie sie die noch junge Partei einordnen sollen. Auch erste Studien schwanken zwischen wirtschaftsliberalen, nationalkonservativen und rechtspopulistischen Tendenzen.
Mit Wahlslogans wie „Wir sind nicht das Weltsozialamt“ oder „Politische Korrektheit = Politische Zensur“ besetzt die Partei auch Themen der extremen Rechte. In Thüringen sorgten vor allem rechte Personalien für Aufsehen. Nachdem die Thüringer Allgemeine über die Aktivitäten des Holocaustleugners Paul Latussek im Namen der AfD berichtete, sah sich diese zu einer Distanzierung gezwungen. Und Anfang des Jahres bekannte sich der Thüringer Neonazi und Initiator von rassistischen Demonstrationen gegen eine Flüchtlingsunterkunft in Greiz, David Köckert, zur AfD.
„Menschen, die sich in Thüringen gegen Rechts engagieren, wissen oft nicht, wie sie mit der AfD umgehen sollen“, stellt Katja Fiebiger (Projektkoordinatorin von MOBIT) fest. „Wir möchten den Engagierten und Interessierten eine Broschüre an die Hand geben, mit der sie sich nun selbst eine Meinung verschaffen können“, fügt Fiebiger an.
Die Broschüre „Rechtspopulismus in Europa und die rechtspopulistische Lücke in Deutschland" von Alexander Häusler und Rainer Roeser kann bei MOBIT (Pfeiffersgasse 15, 99084 Erfurt) gegen Spende abgeholt werden.

 

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