NPD in Kirchheim wieder nicht willkommen

15.03.2014

Am Samstag fand in Kirchheim der Landesparteitag der extrem rechten NPD statt. Rund 120 Menschen protestierten gegen die Veranstaltung und zeigten der NPD, dass sie auch bei ihrem diesjährigen Parteitag in Kirchheim nicht willkommen ist.
In Kirchheim fand bereits der sechste Landesparteitag der neonazistischen NPD statt. Der Parteitag diente unter anderem dazu, die Kandidaten der extrem rechten Partei für die Landtagswahl zu bestimmen. Rund 120 Menschen zeigten, dass menschenfeindliche Einstellungen in        Kirchheim keinen Platz haben. In Hör- und Sichtweite des Veranstaltungszentrums zeigte der laute Protest gegen die Veranstaltung, dass die NPD in Kirchheim alles andere als willkommen ist. Die Proteste waren vom Kirchheimer Bündnis gegen Rechts initiiert und wurden durch zahlreiche Organisationen und Engagierte unterstützt. Auch das Kirchheimer Bündnis zeigte sich mit den Protesten zufrieden: „Die Proteste haben gezeigt, dass die dreiste Behauptung der NPD, sie sei in Kirchheim willkommen, frei erfunden ist. Wir sind dankbar für die Unterstützung unserer Proteste und werden diese bei derartigen Veranstaltungen weiter fortsetzen“, so eine Aktive des Bündnisses.
Auch die Mobile Beratung in Thüringen (MOBIT) zeigte sich mit den Protesten zufrieden. „Seit Jahren ist Kirchheim bundesweit bekanntes Veranstaltungszentrum der extremen Rechten. Es ist schön zu sehen, dass ein kontinuierlicher Protest gegen die extreme Rechte und menschenverachtende Einstellungen in Kirchheim stattfindet“, sagte Stefan Heerdegen von der MOBIT.
Außerdem wurde bekannt, dass bereits am nächsten Wochenende erneut eine extrem rechte Veranstaltung in Kirchheim geplant ist. So werden offensichtlich die Jungen Nationaldemokraten, die NPD-Jugendorganisation, ihren „Europakongress“ am Samstag, den 22. März, in der Gemeinde durchführen. Zu der Veranstaltung werden zahlreiche extrem rechte Organisationen aus ganz Europa erwartet.

 

drucken | zurück