Kontinuität bei MOBIT e.V. – Vorstand im Amt bestätigt

27.09.2013

Am 25. September 2013 wurden Steffen-Claudio Lemme als geschäftsführender Vorstand und Wolfgang Nossen als Stellvertreter im Amt bestätigt. Oberkirchenrätin Martina Klein wurde für den ausscheidenden Regionalbischof Reinhard Werneburg ebenso als stellvertretende Vorsitzende bei MOBIT e.V. gewählt.
Mit Beate Wichmann als langjährig zivilgesellschaftlich Engagierte und Michael Ebenau , dem 1. Bevollmächtigtenen der IG Metall Jena-Saalfeld und Gera sind als Beisitzer_innen wiederum im Vorstand langjährig Aktive gewählt worden.
Seit der Gründung von MOBIT e.V. im Jahr 2001 ist der Verein bemüht, die Zivilgesellschaft Thüringens in seinen Mitgliedern repräsentativ widerzuspiegeln. Dabei spielen der Deutsche Gewerkschaftsbund, die Einzelgewerkschaften, die evangelische Kirche Mitteldeutschlands und nicht zuletzt die jüdische Landesgemeinde zentrale Rollen. Sie stehen beispielhaft für das notwendige Engagement großer nicht-staatlicher Organisationen im Kampf für ein tolerantes, weltoffenes Klima und gegen das Raumgreifen neonazistischer Ideologien in Thüringen. Zudem sind sie häufig wichtige Aktivierungs- und Unterstützungsinstanzen für kleinere, lokale Initiativen und Bündnisse gegen die extreme Rechte. Daneben sind bei MOBIT e.V. auch einzelne Politiker_innen, politische Stiftungen und Parteien, Vertreter_innen der Wissenschaft aber vor allem auch engagierte Einzelpersonen vertreten.
„Mein Herz schlägt für den Kampf gegen Neonazismus.“ sagte Steffen-Claudio Lemme, der im Vorstand den DGB repräsentiert, in seiner Bewerbungsrede. Martina Klein, Bildungsdezernentin der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland: „Immer wieder werden Menschen zu Opfern von rechter Gewalt und Einschüchterung. Hierzu wollen wir nicht schweigen!“
Der neu gewählte Vorstand hat sich zum Ziel gesetzt, den Trägerverein des Projektes Mobile Beratung als Anlauf- und Beratungsstelle für alle aktiven Engagierten gegen Rassismus, Antisemitismus und Neonazismus weiter zu stärken und sich für eine langfristiges und deutlich gegen die extreme Rechte ausgerichtetes Thüringer Landesprogramm für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit einzusetzen. Der eindeutig rassistische Wahlkampf der NPD (siehe MOBIT-PM vom 19.09.2013) verdeutlicht erneut, welche Gefahren für ein demokratisches Klima durch die extrem Rechte bestehen. Auf Bundesebene soll für eine Verstetigung der Unterstützung von zivilgesellschaftlichen Strukturen gestritten werden. So könnte der Staat einen Beitrag leisten, erschüttertes Vertrauen nach dem Auffliegen des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ neu zu erwerben.

 

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