MOBIT-Ausstellung tourte das erste Jahr durch Thüringen

12.10.2012

Am 11.10.2011 präsentierte die Mobile Beratung in Thüringen (MOBIT) im Erfurter Haus der Sozialen Dienste erstmals ihre Ausstellung "Nach den Rechten schauen". Seither tourte die Ausstellung durch Thüringen. An 14 Orten und auch in der thüringischen Landesvertretung in Berlin war sie zu sehen. Die Zahl der Ausstellungsbesucher dürfte in die Hunderte gehen.
Die Mobile Beratung in Thüringen (MOBIT) hatte im Jahr 2011 anlässlich ihres zehnjährigen Bestehens die Ausstellung zur thüringischen extremen Rechten und zum zivilgesellschaftlichen Engagement erarbeitet.
Die Wanderausstellung "Nach den Rechten schauen" soll mit kurzen informativen Artikeln, Grafiken und aussagekräftigem Bildmaterial die Verbreitung rechtsextremer Erscheinungsformen insbesondere in der Lebenswelt junger Menschen verdeutlichen. Damit will MOBIT die gesellschaftliche Sensibilität für die vielfältigen Berührungspunkte mit dieser Thematik fördern. Weitere Informationen unter ANGEBOTE.
Die Ausstellung kann bei MOBIT ausgeliehen werden. Darüber hinaus bietet MOBIT weiterführende Informationen in Form von Vorträgen und Workshops, Fachinformationen oder Erstellung von Arbeitsmaterialien zu einzelnen Themenbereichen an.
Besondere Ausstellungsplätze waren die Landratsämter Sonneberg und Hildburghausen, die Michaeliskirche in Erfurt, Crawinkel, wo Neonazis im Frühjahr eine Immobilie erworben hatten, oder das Thüringer Sozialministerium. Hier erwies die Ausstellung sich als ein gern genutztes Mittel, um Wissen über die extreme Rechte in Verwaltungsstrukturen und Zivilgesellschaft zu vermitteln. "Eine Ausstellung erreicht mehr und auch andere Menschen, als wir durch öffentliche Vorträge oder Weiterbildungen erreichen können." erklärt Stefan Heerdegen, Berater bei MOBIT. "Wir wollten uns und den Engagierten in Thüringen zudem ein weiteres ‚Vehikel' verschaffen, um unser Anliegen in die Gesellschaft zu transportieren. Es geht uns darum, die Bedrohung demokratischer Werte durch einen erstarkten Neonazismus zu zeigen und zu Gegenwehr zu motivieren."
Die Anzahl der Besucher_innen kann nur geschätzt werden, weil mancher Rahmen, in dem die Tafeln zu sehen waren, keine Zählung zu ließ. Aufgrund der Anlässe und Orte geht MOBIT jedoch von mehreren hundert Besucher_innen aus. Nach 19 Ausstellungsorten in 14 Thüringer Städten und Gemeinden bewertet MOBIT die Idee der Ausstellung "Nach den Rechten schauen" rückblickend als sinnvollen, nachgefragten Beitrag zur gesellschaftlich notwendigen Debatte um Neonazismus als eine Herausforderung für das demokratische Zusammenleben.

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