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Kurzfilm-Reihe von Filmpiraten und MOBIT  

6 Kurzfilme über Rechtsextremismus – für Filmvorführungen ausleihbar

Mehr als 120 rassistische Demonstrationen, fast 50 RechtsRock-Veranstaltungen und zahlreiche neue extrem rechte Organisationen – Die extreme Rechte in Thüringen ist so aktiv wie lange nicht. Fast ein Jahr haben die Filmpiraten mit der Kamera diese Entwicklung begleitet und mit dem MOBIT-Team gemeinsam eine Filmreihe entwickelt. Dabei sind sechs Kurzfilme entstanden.
Wenn Sie Interesse an einer Filmvorführung in ihrer Region haben, richten Sie ihre Anfrage bitte an mail@mobit.org oder telefonisch an 0361 - 219 26 94.
Hier bitte klicken für die Inhaltsangabe der einzelnen Filme, hier bitte klicken für den Trailer.

 

 
Vorträge
 

"Extreme Rechte in Thüringen"
Die extreme Rechte in Thüringen umfasst eine ganze Reihe von Organisationen und Gruppierungen. Neben den Wahlparteien NPD, die RECHTE oder den  III. Weg finden wir ein Netz rechter und neonazistischer Kameradschaften, die in  Thüringen aktiv sind, extrem rechte Propaganda vor Ort betreiben, Ausgangspunkte für Dominanzbestrebungen in einzelnen Kommunen sind und als erste Andockstelle für die Rekrutierung von Jugendlichen dienen.
Was ist unter dem Begriff Rechtsextremismus zu verstehen? Wie stark sind extrem rechte Einstellungen in Thüringen verbreitet? Was sind die Strategien und Aktivitäten der extremen Rechte in Thüringen? Was lässt sich über ihre Stärke sagen? Welche Immobilien, Musikversände und Bands gehören ihnen?
Zeit: nach Absprache

 

"Zeichensprache der extremen Rechten – Symbolik, Codes und Outfits"
Zu Beginn der 90er Jahre war das Bild des neonazistischen Skinheads so bekannt wie allgegenwärtig. Wenngleich dieses Erscheinungsbild nicht gänzlich verschwunden ist, haben sich Auftreten, Kleidung und Symbolik der extremen Rechten gewandelt. Die Szene trägt jugendtypische Kleidung, die oftmals erst bei genauem Hinsehen Erkennungszeichen der extremen Rechten aufweist.
Doch hinter dem veränderten Lifestyle verbirgt sich mehr als ein neu entdeckter Hang zur Modernität. Gerade die strafrechtlichen Sanktionen gegen Kennzeichen der NS-Zeit haben die neonazistische Szene zu einem "Versteckspiel" genötigt, das mittlerweile überraschend kreative Blüten treibt. Jugendlichen und jungen Erwachsenen wird jetzt eine breite Palette an subkulturellen Bezügen geboten, mit dem sie sich identifizieren können und die sie für die rechte Szene ansprechbar machen können.
Dieses Modul vermittelt einen Überblick über die neuen Symbole und Erscheinungsformen der extremen Rechten und klärt über die Hintergründe der Verwandlung auf.
Zeit: 2 – 3 Stunden

 

"RechtsRock" - Identitätsangebot und Schlagwortgeber für junge Menschen
Schon seit vielen Jahren existiert neben dem organisierten "politischen" Rechtsextremismus eine ungeheuer facettenreiche subkulturelle Erscheinungsform, die plakativ als "RechtsRock" bezeichnet wird. Gerade Thüringen hat sich zu einem bevorzugten Festival- und Erlebnisland der Szene entwickelt. Mit dem gezielten Einsatz von Musik als Vermittlungsform gelingt es Neonazis junge Menschen zu erreichen und für ihre Ideologie empfänglich zu machen.
Das Seminar beinhaltet die Vorstellung verschiedenen Richtungen des RechtsRock wie Black-Metal, Hatecore etc. in denen Einflüsse rechtsextremer Ideologie auftreten. Neben ausgewählten Hörbeispielen können Texte analysiert und ihre Umdeutungsfähigkeit nach Rechtsaußen sichtbar gemacht werden. Danach wird die praktische Nutzung des RechtsRocks durch rechtsextreme Parteien und die subkulturellen Szene dargestellt sowie in die Gesamtproblematik Rechtsextremismus eingeordnet.
Zeit: 2 - 3 Stunden

 

"Frauen in der rechtsextremen Szene. Zwischen Mütterkult und Emanzipation"
In vielen Medien wird das Bild von jungen, gewaltbereiten Männern in einschlägiger Kleidung oder Pose transportiert, wenn es sich um das Themenfeld Rechtsextremismus handelt. Dies suggeriert, dass sich ausschließlich männliche Akteure in der Szene tummeln. Seit Jahren verzeichnen Experten allerdings die stetige Zunahme einer aktiven Beteiligung von Mädchen und Frauen. Werden sie in ihren Aktionsmöglichkeiten unterschätzt? Oder fungieren sie lediglich als Anhängsel ihrer rechtsextremen Partner?
Nach einleitenden Begriffsklärungen stellt der Vortrag verschiedene Organisationen in Thüringen vor, in denen sich Frauen mit rechtsextremer Gesinnung betätigen können. Er beleuchtet Themenbereiche, in denen sich weibliche Mitglieder der rechtsextremen Szene engagieren und umreißt einige Aktivitäten.
In der anschließenden Diskussion sollen (geschlechtsspezifische) Handlungsmöglichkeiten erörtert werden, um die Attraktivität, welche die rechtsextreme Szene auf Mädchen und Frauen ausübt, zu vermindern.
Zeit: ca. 1,5 Stunden

 

Autonome Nationalisten
1.Mai 2008 Hamburg: Eine Demonstration von ca. 1500 Neonazis, über die der Einsatzleiter im Nachgang sagt „Wenn sich die Polizei nicht dazwischen geworfen hätte, dann hätte es Tote gegeben.“ Gemeint ist der Auftritt der Autonomen Nationalisten. Sie formieren sich auf Demonstrationen im Schwarzen Block und gelten als äußerst gewaltbereit. Sie kopieren Symbole, Slogans und Aktionsformen der radikalen Linken.
Das Seminar will die Hintergründe der Entstehung, der Strategie und der Ziele der Autonomen Nationalisten beleuchten.
Zeit: ca. 1,5 Stunden

 

"Thor Steinar - Folien zur Auseinandersetzung mit einer umstrittenen Bekleidungsmarke"
Um kaum eine Bekleidungsmarke wird so viel gestritten, wie um Thor Steinar. Diese Marke hat es geschafft, zur bevorzugten Marke der rechtsextremen Bewegung zu werden. Aktionen des extrem rechten Lagers in denen nicht das Logo oder der Schriftzug von Thor Steinar auftaucht, sind äußerst selten.
Allerdings tragen auch junge Menschen, die sich nicht zur extremen Rechten bekennen, diese Marke. Sie verweisen auf den modischen Style, die Qualität und den vergleichsweise moderaten Preis.
Dieser Vortrag will einige Antworten geben, warum die Marke Thor Steinar eindeutig der rechtsextremen Szene zugeordnet werden muss. Es werden Bezüge zur rechtsextremen und neonazistischen Gedankenwelt aufgezeigt, einzelne Produkte analysiert und die Marke kontextualisiert.
Zeit: 1,5 Stunden

 
   
Bildungstage  

Auseinandersetzung mit Ideologieelementen des Rechtsextremismus und der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit
Im Rahmen des Thüringer Landesprogramms für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit bietet MOBIT e.V. halb- oder ganztägige Fortbildungsveranstaltungen für verschiedene Zielgruppen an.

 
 
   

Workshop

 

Argumentationstraining gegen rechte Parolen
"In einer Krisenzeit funktioniert eine Diktatur besser als eine Demokratie", "Der Nationalsozialismus hatte auch seine guten Seiten", "Deutschland ist in einem gefährlichen Maße überfremdet".
Wer kennt sie nicht, die Sprüche und Parolen, die im privaten Bereich oder in der beruflichen Tätigkeit von Menschen geäußert werden? Doch was ist ihnen entgegen zu setzen? Wieso fallen uns die besten Argumente meistens erst hinterher ein? In diesem Seminar werden Gegenpositionen zu rechten Parolen gesucht und diskutiert. Dabei werden nicht nur politische Informationen vermittelt, sondern es wird auch die Redefähigkeit und -gewandtheit geübt sowie die Selbstsicherheit gestärkt.
Anzahl der Teilnehmenden: 12-20 Personen
Zeit: 4-8 Stunden (bzw. Halb-oder Ganztagesveranstaltung)

 
   
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